CDU-Landtagsfraktion
Fraktion
im Hessischen Landtag

Bildung

 

Beste Bildung sichert Zukunftschancen
Kinder und Jugendliche optimal fördern und fordern - das ist das Ziel und der Ausgangspunkt unserer Bildungspolitik. Wir wollen unseren Schülern bestmögliche Bildungschancen von Beginn an bieten. Deshalb sorgen wir als CDU-Landtagsfraktion für eine gute Finanzausstattung und Lehrerversorgung der Schulen. Außerdem gilt der Grundsatz der frühzeitigen individuellen Förderung sowie vielfältiger Formen in den verschiedenen Bildungsgängen.

Bildungspolitik hat für uns die erste Priorität
Eine gute Bildungspolitik ist die beste Investition in die Zukunft unseres Landes. Die CDU-Landtagsfraktion hat deshalb dafür gesorgt, dass die Bildungsausgaben des Landes beachtlich stiegen: Allein im Jahr 2010 investiert Hessen über 4 Milliarden Euro in seine Schulen. Das ist fast eine Verdopplung im Vergleich zum Jahr 1998. Dies drückt sich auch in Lehrerstellen aus: Seit 1999 wurden 5.150 zusätzliche Lehrerstellen und 2.600 zusätzliche Referendarstellen geschaffen. Davon profitieren Hessens Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern, wie auch alle Lehrerinnen und Lehrer.

Ausbau freiwilliger Ganztagsangebote
Unser Ziel ist es, jedem Schüler beziehungsweise den Eltern, die dies wollen, ein Ganztagsangebot zu bieten. Deshalb haben wir dafür gesorgt, dass die Zahl der Ganztagsangebote von 138 im Schuljahr 2001/2002 auf mittlerweile über 700 ausgebaut worden ist. Diese umfassen ausdrücklich verschiedene Formen, von pädagogischer Mittagsbetreuung über offene bis hin zu gebundenen oder teilgebundenen Ganztagsangeboten.

Verlässliche Schule - im Interesse der Schüler und Eltern
Unsere Schüler haben ein Recht darauf, verlässlich guten Unterricht zu erhalten. Eltern sind daran interessiert, sich auf verlässliche Schulzeiten ihrer Kinder verlassen zu können. Deshalb hat Hessen als erstes Land bundesweit das Projekt der „Unterrichtsgarantie Plus – für eine Verlässliche Schule" gestartet. Damit sind Schulzeiten von der ersten bis zur sechsten Stunde in den Klassen eins bis zehn garantiert. Wir sind damit zum Vorbild für andere Bundesländer geworden. Die CDU-Landtagsfraktion hat dafür gesorgt, dass allein die Mittel für Vertretungsunterricht seit 1998 von 5,7 Millionen Euro auf heute 52 Millionen Euro nahezu verzehnfacht worden sind.

Bildungs- und Erziehungsplan
In den vergangenen zwei Jahren wurde mit Unterstützung der CDU-Landtagsfraktion die Erprobungsphase des hessisch-bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von Geburt an bis zu zehn Jahren abgeschlossen. Dieser Plan nimmt bundesweit erstmals die gesamte frühkindliche und kindliche Entwicklung in den Blick. Er ist eine Handreichung sowohl für Eltern und Tagesmütter als auch für Kindergärten und Grundschulen, um eine bessere Abstimmung zwischen allen Beteiligten im Sinne einer bestmöglichen Entwicklungsförderung der Kinder – ihrer individuellen Stärken und Fähigkeiten – zu ermöglichen.

Hauptschülern Perspektiven geben
Unser Programm SchuB (Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb) gibt Hessens Hauptschülern eine neue Perspektive, indem sie an zwei Tagen in der Woche in Ausbildungsbetrieben hautnah Berufspraxis sammeln. Bislang gilt dieses Programm nur für versetzungsgefährdete Schüler, die durch SchuB zu sensationellen 90 Prozent doch noch ihren Hauptschulabschluss erreichen. Künftig sollen alle Hauptschüler diese Möglichkeit erhalten. Durch SchuB und weitere Maßnahmen konnten wir die Zahl der Hauptschüler ohne Schulabschluss von fast 23 Prozent auf unter 14 Prozent reduzieren. Durch Einführung der Mittelstufenschule zum Schuljahr 2011/12 bietet sich eine Zukunftsperspektive für Haupt- und Realschulen durch Kooperation mit berufsbildenden Schulen und durch ein Ganztagsangebot sowie wahlweise durch SchuB-Klassen, das Neustädter Modell oder ähnlichen Kooperationsmodellen. Schulen haben somit auf Basis der Freiwilligkeit die Möglichkeit ein auf Ihr Schülerklientel zugeschnittenes Kooperationsmodell einzurichten. Bei der Mittelstufenschule handelt es sich um eine Schule mit einem gemeinsamen Eingang und zwei Ausgängen, die zum Hauptschul- und zum Realschlussabschluss hinführen, diese Bildungsgänge aber mit einer starken Praxis- und Berufsorientierung versieht. Sie trägt somit den Veränderungen der Demographie und des Wahlverhaltens am Ende der Grundschule Rechnung. Zudem hält sie zugleich am gegliederten Schulsystem, einer hohen Differenzierung und Durchlässigkeit des Systems fest, die der Verschiedenartigkeit menschlicher Begabungen entspricht und diese am besten zur Entfaltung bringt. Sie bildet einen weiteren Baustein zur Qualitätssteigerung im hessischen Bildungssystem – zum Wohle der Kinder und der Gesellschaft insgesamt.

Landesweite Grund-, Haupt- und Realschulprüfungen
Im Interesse einer größeren Verbindlichkeit und dadurch Vergleichbarkeit von Schul- und Schülerleistungen hat das Land mit Unterstützung der CDU-Landtagsfraktion für landesweite Prüfungen an Grund-, Haupt- und Realschulen gesorgt. Lehrer, Eltern und Schüler erfahren somit frühzeitiger als bisher den jeweiligen Leistungsstand und können gemeinsam Formen der Verbesserung erarbeiten. Die landesweiten Haupt- und Realschulabschlussprüfungen zeigen bereits Verbesserungen beim Notendurchschnitt.

Landesabitur und achtjähriges Gymnasium
Auch das Landesabitur hat sich bereits als erfolgreich bewiesen, denn es fördert mehr Verbindlichkeit und Vergleichbarkeit der gelehrten Unterrichtsinhalte. In gleicher Weise soll die Einführung des achtjährigen Gymnasiums die Chancen hessischer Abiturienten verbessern helfen, denn bereits heute haben alle Bundesländer das G8 eingeführt. Die CDU-Landtagsfraktion wird daran mitarbeiten, wie die Einführung des G8 in Hessen künftig noch verbessert werden kann.

Osterferiencamps
Als besondere Fördermaßnahme für versetzungsgefährdete Haupt- und Realschüler hat die CDU-Landtagsfraktion so genannte Osterferiencamps eingeführt, in denen Schüler freiwillig und in einer angenehmen Lernatmosphäre ihre Kenntnisse in den Kernschulfächern verbessern. Die Erfolgsquote (Versetzungsquote) liegt bereits heute bei 80 bis 90 Prozent.

Berufliche Schulen – Selbstverantwortung Plus
Die Beruflichen Schulen entwickeln sich zunehmend zu beruflichen Kompetenzzentren, die ihren Wirkungskreis weit über ihre bisherigen Tätigkeiten ausweiten. Dazu benötigen sie eine von bürokratischen Vorgaben möglichst unbeeinträchtigte Arbeitsgrundlage. Das von der CDU-Landtagsfraktion forcierte Projekt Selbstverantwortung Plus schafft Beruflichen Schulen weitgehende eigenverantwortliche Freiheiten in finanzieller, organisatorischer, personeller und pädagogischer Hinsicht. Von diesen Freiheiten sollen nach unserem Willen künftig alle Schulen profitieren. Dazu gehört auch, dass Schulen über ein eigenes Bankkonto verfügen können.

Weiterbildung in Zentren lebensbegleitenden Lernens
Bildung beginnt im Elternhaus und hört nach der Schule lange nicht auf. Deshalb hat die CDU-Landtagsfraktion für einen Ausbau der Förderung der anerkannten Anbieter von Weiterbildungsangeboten Sorge getragen. Sie unterstützt ebenso die Zentren lebensbegleitenden Lernens, die regional Bildungs- und Weiterbildungsangebote vernetzen und dadurch Vorteile einer engen Zusammenarbeit schaffen.

Schulvielfalt statt Einheitsschule
Individuell optimale Förderung jeden Schülers ist das zentrale Anliegen der Schulpolitik der CDU-Landtagsfraktion. Deshalb ist die Vielfalt der Schulformen und Bildungsgänge für eine gute Schulpolitik unerlässlich. Die von politischen Mitbewerbern geforderte Einheitsschule für alle Kinder würde einen Niveauverlust an guter Bildung bedeuten, weil sie die unterschiedlichen Schülerbegabungen, d. h. sowohl schwächere als auch stärkere Schüler, sowohl unter- als auch überfordert.

Sprach- und Leseförderung: Jedem Kind ein Instrument
Ein gutes Sprachverständnis ist das A und O gelingender Bildung. Deshalb hat Hessen nicht nur die Deutschkurse für in- und ausländische Kinder mit entsprechendem Förderbedarf vor der Einschulung weitergeführt. Darüber hinaus hat die CDU-Landtagsfraktion ein Fünf-Jahres-Programm zur Förderung des Lesens und Musizierens an Grund-, Haupt- und Realschulen beschlossen. Denn auch das aktive Musizieren fördert die geistige und emotionale Bildung eines Kindes in besonderer Weise. Weiterhin hat die Landtagsfraktion ein Sonderprogramm in Höhe von insgesamt 25 Millionen Euro für neue Schulbücher beschlossen. Damit nähert sich die Landesregierung dem in der Koalitionsvereinbarung verankerten Ziel, die Ausgaben für Lernmittel bis zum Ende der Legislaturperiode auf 40 Mio. € pro Jahr zu erhöhen, weiter an.

Vertrauen schaffen: Bildungspolitik Hand in Hand mit Eltern, Lehrern und Schülern
Wie in den vergangenen Jahren wird der bildungspolitische Arbeitskreis der CDU-Landtagsfraktion auch in der Zukunft bei seiner Arbeit immer großen Wert auf einen engen Gesprächskontakt mit den hessischen Lehrerverbänden, Eltern- und Schülerorganisationen, sowie den zahlreichen Vereinigungen legen. Wir setzen auf Verlässlichkeit und Vertrauen – für eine bestmögliche Bildungspolitik im Interesse unserer Kinder und Jugendlichen.
 



CDU Hessen