Walter Arnold: „Erste Bilanz der Fluglärmpausen ist positiv und weist in die richtige Richtung“
03.06.2015 - Land
Themengebiet: Wirtschaft und Verkehr
Walter Arnold: „Erste Bilanz der Fluglärmpausen ist positiv und weist in die richtige Richtung“

„Die erste Bilanz des Probebetriebes für ein Lärmpausenmodell am Frankfurter Flughafen ist positiv und weist in die richtige Richtung. Es hat bereits für mehrere zehntausend Menschen zu einer greifbaren und zeitnahen Verringerung der Fluglärmbelastung geführt. Allen Beteiligten, einschließlich der Landesregierung, ist es weiterhin ernst damit, alles technisch Mögliche und ökonomisch Vertretbare zu tun, um für eine weitere Fluglärmreduzierung zu sorgen“, erklärte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Walter Arnold, anlässlich der heute durch Verkehrsminister Tarek Al-Wazir vorgestellten Bilanz des Probebetriebes für ein Lärmpausenmodell nach dem ersten vollen Kalendermonat.

Durch abwechselnde Nicht-Nutzung einzelner Bahnen in den Randstunden werde das bereits geltende sechsstündige Nachtflugverbot um eine Stunde verlängert. „Dieses Modell hat sich bereits nach kurzer Zeit als praktikabel erwiesen und konnte im Mai an 24 Tagen angewendet werden. Lediglich an einem Morgen und zwei Abenden musste die Lärmpause aus betrieblichen Gründen entfallen“, so Arnold, der sich dabei auch dem Dank an den Flughafenbetreiber Fraport AG, die Deutschen Flugsicherung und die Fluglinien anschloss. „In der gesamten Diskussion um die Verringerung der Fluglärmbelastung in der Region ist deren konstruktive Gesprächsbereitschaft einer der zentralen Faktoren für alle Fortschritte, die wir erzielen können.“

Das im Probebetrieb befindliche Modell regelt, in der am Flughafen weit überwiegenden Westrichtung (BR 25) in der Nachtrandstunde von 22 bis 23 Uhr lediglich die Südbahn für die Landeanflüge aus Richtung Osten zu nutzen. „Dies entlastet insbesondere viele Menschen in Offenbach und im Frankfurter Süden. Im Ergebnis können vor allem im Nahbereich über 40.000 Anwohner von einer zusätzlichen Stunde Nachtruhe profitieren.“ Das abends zusätzlich belastete Neu-Isenburg profitiere dann von der Schließung der Südbahn zwischen 5 und 6 Uhr. „In jedem Fall wird klar: Die Lärmpausen sind kein ‚Nullsummenspiel‘ oder ein ‚Placebo‘, wie Kritiker behaupten, sondern entlasten mehr Menschen, als dass sie zu neuen Belastungen führen“, machte Arnold deutlich.

„Wir werden begleitend auch bei unseren Anstrengungen zur konsequenten Umsetzung und Weiterentwicklung des Maßnahmenpaketes der ‚Allianz für mehr Lärmschutz 2012‘ nicht nachlassen. Dies schließt die kontinuierliche Ausrüstung der Airbus A 320-Flotte der Lufthansa mit Wirbelgeneratoren ein. Auf diese Weise werden zukünftig rund die Hälfte der Landungen der Lufthansa AG am Flughafen Frankfurt leiser sein als zuvor“, sagte Arnold. Das Verkehrsministerium habe zudem die lärmabhängigen Start- und Landeentgelte weiterentwickelt und zu Jahresbeginn um durchschnittlich 3,2 Prozent angehoben. Für besonders laute Maschinen stiegen die Entgelte sogar um acht Prozent.

„Der Flughafen Frankfurt ist die größte Arbeitsstätte in Deutschland und ein Jobmotor, der berufliche Perspektiven für Menschen mit unterschiedlichsten Qualifikationen eröffnet. Er bietet bei allen Herausforderungen große Chancen für ein exportorientiertes Land wie Hessen und das Rhein-Main-Gebiet. Auf den klaren Erfolgen bei der Fluglärmverringerung werden wir uns jedoch nicht ausruhen: Weitere Entlastungen sind und bleiben unser Ziel“, erklärte Arnold.