• Schutz des Kindeswohls zentraler Bestandteil der CDU-Politik

  • Ab 1. April alle U-Untersuchungen wieder verpflichtend

  • Trägerzuschuss von 800.000 € für Medizinische Kinderschutzambulanz

Aus Anlass der wieder in Kraft tretenden Fristen für die Kindervorsorgeuntersuchungen U7 bis U9 erklärte die Kinderpolitische Sprecherin der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Sandra Funken:

„Bereits im Jahr 2007 hat die CDU-Fraktion dafür gesorgt, dass in Hessen als erstes Bundesland die U-Untersuchungen für Kinder seit dem 1. Januar 2008 verpflichtend sind. Hierdurch wurde gewährleistet, dass Kinder in einem regelmäßigen Abstand Ärzten vorgestellt werden, um Vernachlässigung, Misshandlung und sexuellen Missbrauch aufzudecken. Dabei haben wir die Ärzte von ihrer Schweigepflicht befreit, damit sie Verdachtsfälle dem zuständigen Jugendamt melden können. Gewalt gegen Kinder und Jugendliche gehört zu den perfidesten und niederträchtigsten Verbrechen überhaupt. Sie richtet sich gegen die schwächsten und zerbrechlichsten Mitglieder unserer Gesellschaft.

Für die Vorstellung der Kinder im Rahmen der verpflichtenden U-Untersuchungen werden Eltern in der Regel enge Fristen gesetzt. Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Schutzmaßnamen war es im Jahr 2020 in Hessen unter bestimmten Voraussetzungen möglich, die Untersuchungen U7 bis U9 (21 Monate bis 5 Jahre) um maximal drei Monate zu verschieben. Dies war aus Pandemiegründen durchaus sinnvoll. Doch das Wohl der Kinder hat oberste Priorität, weshalb wir es überaus begrüßen, dass diese Verlängerungsmöglichkeit mit dem 31. März 2021 endet. In Ausnahmefällen können einzelne Untersuchungen durch Meldung direkt an das Hessische Kindervorsorgezentrum auch außerhalb der regulären Frist terminiert werden. In Hessen sind wir durch die gesetzliche Regelung dahingehend deutlich strenger als andere Länder, was auch gut so ist, denn es geht hier um den Schutz der Kleinsten.

Der Schutz des Kindeswohls hat für die hessische CDU oberste Priorität! Wir müssen alles daransetzen, dass Kinder nicht zu Opfern werden. Weil es aber einen hundertprozentigen Schutz nicht geben kann, müssen die jungen Opfer von Vernachlässigung, Misshandlung und sexuellem Missbrauch bestmöglich ärztlich versorgt und die Beweise detailliert und gerichtsfest gesichert werden – ohne dass es dabei zu einer weiteren Traumatisierung kommt. Genau hier setzt die bedeutende und wertvolle Arbeit der Medizinischen Kinderschutzambulanz Frankfurt an. Seit 2010 übernimmt sie die medizinische Aufklärung von Verdachtsfällen sowie die Betreuung und Behandlung betroffener Kinder. Hierbei arbeitet die Kinderschutzambulanz eng mit anderen beteiligten Institutionen, wie Jugendamt, Polizei und Justiz sowohl in der täglichen Arbeit als auch in der studentischen Lehre und Weiterbildung zusammen. Diese in Deutschland beispielhafte Arbeit fördern wir als regierungstragende Fraktionen von CDU und Grünen, indem wir für die Sicherung und den Ausbau der Kinderschutzambulanz mit dem Haushalt 2021 die im Jahr 2020 erfolgte Trägerzuschusserhöhung von 800.000 € in die mittelfristige Finanzplanung des Landes aufgenommen haben. Hierdurch ist bis zum Ende der Legislaturperiode der Zuschuss gesichert.

Mit der Unterstützung der Kinderschutzambulanz führen wir eine lange Tradition unserer Bemühungen um den Schutz des Kindeswohls fort. Das Wohl eines jeden Kindes und Jugendlichen sollte unser höchstes Gut sein, das wir gemeinsam achten und schützen müssen. Für die Belange von Kindern und Jugendlichen setzen wir uns als CDU auch weiterhin zuverlässig ein.“

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Kontaktperson

Sandra Funken

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s.funken@ltg.hessen.de