Der seniorenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Alfons Gerling, hat die Forderung des verkehrspolitischen Sprechers der Grünen im Bundestag, Wilfried Hermann, nach einem verbindlichen Führerschein-Test für alle älteren Menschen ab 70 Jahren, scharf kritisiert. "Alle Statistiken zeigen, dass ältere Menschen sehr umsichtige und routinierte Fahrer sind und nur in geringem Maße schwere Unfälle verursachen. Die Forderung der Grünen ist diskriminierend", stellte Gerling in Wiesbaden fest. So stelle die Gruppe der über 65-jährigen 24 Prozent der Autofahrer, sei aber nur an 10,4 Prozent der Verkehrsunfälle beteiligt.

"Ein verbindlicher Tauglichkeitstest für Menschen über 70 Jahre wäre in keinster Weise dazu geeignet, die Unfallrate zu senken", so Gerling. "Anstatt derartige altersdiskriminierende Vorschriften zu fordern sollten sich die Grünen besser für eine faire und gleichberechtigte Behandlung älterer Menschen einsetzen." Zudem sei es rechtlich nicht möglich, eine Gruppe von Personen herauszugreifen, die zusätzliche Tests absolvieren müsse.
Man könne Senioren durchaus zutrauen ihre eigenen Fähigkeiten einzuschätzen und verantwortlich damit umzugehen. "Seniorinnen und Senioren sollten eigenverantwortlich entscheiden, ob sie noch Auto fahren wollen. Wenn sich ein älterer Mensch nicht mehr fahrtauglich fühlt, wird er sicherlich seinen Führerschein freiwillig zurückgeben - eine Notwendigkeit für zusätzliche gesetzliche Regelungen sehe ich nicht", sagte Gerling.

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