Der Landtagsabgeordnete und drogenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Alfons Gerling, zeigte sich über die Erfolge der ausstiegsorientierten Drogenpolitik in Hessen zufrieden. „Die Behandlung mit Diamorphin hat sich als wichtiger Baustein der hessischen Suchthilfe bewährt“, sagte Gerling. „Die CDU wird diesen Weg der Suchtbehandlung weiterhin unterstützen, sofern nach Auswertung des Modellprojekts zur Behandlung schwer opiatabhängiger Menschen festgestellt sei, dass er hilft, den Ausstieg aus der Sucht zu erreichen“, sagte der CDU-Politiker.

Durch die Behandlung Schwerstabhängiger mit Diamorphin sei es gelungen, Erfolge sowohl in Bezug auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes als auch beim Rückgang des illegalen Drogenkonsums zu erreichen. Mit der Diamorphinbehandlung seien bestimmte schwerkranke Opiatabhängige therapeutisch besser erreicht worden und konnten zum Teil in andere Behandlungsformen überführt werden.

Entscheidend für den Erfolg der Behandlung sei aber, so Gerling weiter, dass vom Bundesinstitut für Arzneimittelprodukte eine Zulassung von Diamorphin als Arzneimittel erfolge und dass die Behandlungskosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Gerling betonte ausdrücklich, dass die Substitutionsbehandlung sowohl mit Methadon als auch mit Diamorphin nicht als Allheilmittel gesehen werden dürfe. „Nach wie vor sollte in der Drogenhilfe die Abstinenz von Suchtmitteln als langfristige Behandlungsperspektive angestrebt werden. An diesem Ziel hält die CDU uneingeschränkt fest".

Dies gelte auch für das im März 2003 in Frankfurt gestartete Modellprojekt zur Behandlung schwer opiatabhängiger Menschen, mit dem Schwerstabhängige zu einer Therapie motiviert werden sollen, die durch die bisherige Drogenhilfe nicht oder nur schwierig erreicht werden. Die bisherigen Erfahrungen würden, so Gerling, von allen Fachleuten als überaus positiv bewertet. Daher sei nun der Bund am Zuge die Behandlung schwer opiatabhängiger Menschen gesetzlich zu regeln, damit eine Weiterführung der substitutionsgestützten Behandlung mit Diamorphin ermöglicht werden könne. 

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