• Weltfrauentag zeigt, an welche rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Grenzen Frauen noch immer stoßen

  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist ein zentrales Anliegen

  • Vereinbarkeitsbarrieren im Alltag überwinden

Anlässlich der heutigen Plenardebatte betreffend Weltfrauentag und 100 Jahre Frauenwahlrecht erklärte die frauenpolitische Sprecherin der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Claudia Ravensburg:

„Wir verfügen heute, im 21. Jahrhundert, über die am besten ausgebildete Frauengeneration, die es jemals in der Geschichte Deutschlands gegeben hat. Allerdings ist die Gleichstellung noch lange nicht überall erreicht. Der gleichberechtigte Zugang zu Bildung oder das aktive und passive Wahlrecht war für Frauen nicht immer selbstverständlich. Wir nehmen deshalb das 100-jährige Jubiläum der Einführung des Frauenwahlrechts als auch den alljährlich am 8. März stattfindenden Internationalen Frauentag zum Anlass, um die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern als politisches Ziel zu bekräftigen.

Zugleich führt uns der Weltfrauentag aber auch vor Augen, wo immer noch Ungerechtigkeit und Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen besteht. In diesem Kontext ist es nicht nur gerecht, sondern auch wirtschaftlich vernünftig, Frauen attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten, damit diese ihre gute Qualifikation, Kompetenz und Ihre Erfahrung in den Unternehmen entfalten können. Auch das Ungleichgewicht bei der Entlohnung muss endlich ein Ende haben. In diesem Sinne hat das Land unter anderem den Hessischen Lohnatlasses initiiert, der bundesweit eine Vorreiterrolle einnimmt. Der Hessische Lohnatlas schafft mehr Transparenz in diesem Bereich. Mit der Darstellung der regionalen und branchenbezogenen Unterschiede bietet er eine gute Grundlage für die Diskussion mit allen Akteuren am Arbeitsmarkt, die für die Entgelte zuständig sind sowie für die weitere Entwicklung von geeigneten Maßnahmen.

Darüber hinaus ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach wie vor ein zentrales Thema. Heute sind es vornehmlich immer noch vor allem Frauen, die sich primär um das Wohl der Kinder oder um das Wohl von pflegebedürftigen Familienmitgliedern kümmern. Das Land bietet bereits sehr gute Unterstützung für Familien. Dazu zählt, dass ab August 2018 für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt der Kindergarten sechs Stunden täglich beitragsfrei ist. In Hessen sind wir auch früh angetreten, die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu verbessern. Dabei war uns von vornherein wichtig, alle relevanten Sozialpartner aus Wirtschaft und Gesundheitswesen zu beteiligen und wir haben die Charta zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf initiiert, die bereits über 130 Unternehmen unterzeichnet haben. Wir werden aber nicht nachlassen, stetig weiter an Verbesserungen zu arbeiten.

Abschließend lässt sich sagen: 2018 ist nicht nur das Jubiläumsjahr für das Frauenwahlrecht, sondern in diesem Jahr soll auch die Reform der hessischen Verfassung erfolgen. Demzufolge begrüße ich ausdrücklich, dass die Verfassungsenquete auch die Verankerung des Gleichheitsgrundsatzes von Frauen und Männern analog zum Grundgesetz vorschlägt. Das ist ein wichtiges Signal für die Anerkennung der Gleichberechtigungsansprüche von Frauen in unserem Bundesland.“

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Claudia Ravensburg

Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Integration
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Mitglied des Ältestenrats des Hessischen Landtags

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