Der suchtpolitische Sprecher der CDU-Landtags­fraktion, Alfons Gerling, sowie die innenpolitische Sprecherin, Birgit Zeimetz-Lorz, haben vor dem Hessischen Landtag gefordert, "endlich Schluss zu machen mit Flatrate-Saufen" und den Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen einzudämmen. "Während bei vielen Jugendlichen ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol zu erkennen ist, stellt man zugleich einen Trend zu exzessivem Trinken in Gruppen fest", so Gerling und Zeimetz-Lorz. "Diesen massiven Alkoholmissbauch, der durch Alcopops und Flatrate-Partys, auch noch gefördert wird, werden wir nicht tolerieren." Auf so genannten Flatrate-Partys können die Jugendlichen für eine geringe Summe so viel trinken, wie sie wollen. Neben der gewalt- und suchtsteigernden Wirkung, bringe die frühzeitige Gewöhnung an große Alkoholmengen auch ein hohes Risiko einer langfristigen Gesundheitsschädigung.

Die CDU-Fraktion unterstütze daher die Aktivitäten der Landesregierung, die bisher schon vorbildlichen Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen weiter auszubauen und durch ein Bündnis zwischen den hessischen Kommunen den Ordnungs- und Polizeibehörden sowie dem Hotel- und Gaststättenverband zur Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs bei Jugendlichen beizutragen.
 Grundsätzlich sei Alkoholprävention jedoch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Erwachsene und insbesondere Eltern müssten einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol vorleben und auch Handel, Getränkewirtschaft und Gastronomie sollten sich ihrer Verantwortung gegenüber Kindern- und Jugendlichen bewusst sein. "So unverantwortliche Angebote wie Flatrate-Partys müssen durch die konsequente Anwendung des geltenden Rechts verhindert werden", sagten die beiden CDU-Politiker abschließend.

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