• Kinder bedürfen der besonderen Fürsorge und eines besonderen Schutzes

  • Zweiter Hessischer Landessozialbericht als wichtige Grundlage für zukunftsweisende sozialpolitische Entscheidungen

  • Vorhandene Maßnahmen ausbauen, weitere passgenaue Maßnahmen entwickeln

Anlässlich der heutigen Pressekonferenz zum Thema „Kinderarmut“ erklärte die jugendpolitische Sprecherin der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Birgit Heitland:

„Der bedeutendste Risikofaktor für die Armutsgefährdung von Kindern ist die fehlende oder unzureichende Erwerbsbeteiligung ihrer Eltern. Dies hat die Auswertung der Datenerhebung des zweiten Hessischen Landessozialberichts, der gemeinsam mit einem Expertenbeirat erstellt wurde, gezeigt. Damit wird klar, dass der beste Schutz gegen Kinderarmut ein ausreichendes Eltern-Erwerbseinkommen darstellt. Hierzu unterstützt die CDU-geführte Landesregierung auf vielfältige Weise. Zu nennen sind beispielsweise das Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget, das Langzeit-arbeitslosenprogramm, der Hessische Lohnatlas, das Hessische Sozialbudget, Maßnahmen im Bereich Familie und Beruf, der flächendeckende Ausbau von Familienzentren, das Unterhaltsvorschussgesetz, die Entlastung der Eltern durch Kindergartenbeiträge oder die Schaffung einer Bildungs- und Betreuungsgarantie für Grundschulkinder in Form des Pakts für den Nachmittag. Diese Maßnahmen gilt es fortzuführen und weitere Maßnahmen auszu¬bauen.

Der Schutz von Kindern vor Vernachlässigung und Gewalt hat für uns oberste Priorität. Dabei reicht es allerdings nicht, festzustellen, wie sich die Armutsrisikoquote von 2005 zu 2015 verhält. Man muss die Einkommensentwicklung insgesamt und die demographischen Veränderungen sowie die Lebenshaltungskosten beachten. Nichtsdestotrotz geht uns Kinderarmut alle etwas an. Die Bekämpfung der Kinderarmut ist ein übergreifendes Thema des politischen Handelns unserer Landespolitik. Denn soziale Verantwortung und ihr Umsetzen in die Tat durch politische Weichenstellungen sind das Rückgrat einer Gesellschaft. Sozialer Ausgleich hält die Gesellschaft zusammen. Dabei können wir in Hessen auf einer guten Grundlage weiter aufbauen. Nach dem aktuellen ‚LBS Kinderbarometer Deutschland 2018 – Länderbericht Hessen‘ sagen hessische Kinder nämlich mehrheitlich aus, dass es ihnen gut geht und dass sie alles haben, was sie brauchen, um ihre Ziele im Leben zu erreichen. Um die Lebensbedingungen aber auch weiterhin positiv gestalten und verbessern zu können, ist es erforderlich, noch vorhandene Aufgaben zu identifizieren und zu analysieren. Die Daten aus dem zweiten Hessischen Landessozialbericht bilden dabei eine wichtige Grundlage für zukunftsweisende sozialpolitische Entscheidungen. So ist derzeit die Einführung einer Wohnungslosenstatistik in Planung.

Da Armutsgefährdung ein wesentliches Risiko für die Teilhabe- und Verwirklichungschancen von Kindern und Jugendlichen darstellt, hat die Hessische Landesregierung mit dem Modellprojekt Kulturkoffer bereits seit 2016 kostenfreie oder kostengünstige kulturelle Angebote bereitgestellt. Er beinhaltet ein Projektpaket, bestehend aus bewährten sowie neuen, teils noch zu entwickelnden Kulturprogrammen. Bisher wurden in drei Ausschreibungsrunden 73 Projekte mit über einer Million Euro gefördert. Insgesamt stellt die hessische Landesregierung in den Jahren 2016 bis 2019 rund 5,4 Millionen Euro für die kulturelle Bildung bereit. Zudem wurde in den vergangenen Jahren viel unternommen, um vor allem Kindern und Jugendlichen einen einfachen Zugang zum Musizieren zu ermöglichen. Die öffentlichen Musikschulen leisten dabei einen enorm wichtigen Beitrag zur außerschulischen kulturellen Bildung. Der Landeszuschuss für die Musikschulen wurde deshalb deutlich um 700.000 Euro auf 2,1 Millionen Euro erhöht, der für den Landesmusikrat und die Landesmusikakademie auf gutem Niveau verstetigt.

Dies alles zeigt: Kinder sind unsere Zukunft. Ihr Wohl ist für uns als CDU ein hohes Gut, das wir gemeinsam achten und schützen müssen. Mit Unterstützung der Beauftragten der Hessischen Landesregierung für Kinder- und Jugendrechte, Frau Dr. Katharina Gerarts, werden wir dieser Politik der Armutsvermeidung und Partizipationsförderung auch noch weiteren Nachdruck verleihen.“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Ihr Ansprechpartner

birgit.heitland

Birgit Heitland

Kontakt für Rückfragen