Unter Beteiligung des VCI Hessen wurde heute ein Positionspapier zur chemisch-pharmazeutischen Industrie in Hessen vorgestellt. Der industriepolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Klaus Peter Möller, erklärte dazu:

„Hessen ist einer der dynamischsten und innovativsten Wirtschaftstandorte in Deutschland. In erster Linie sind die Unternehmen gefordert, im Wettbewerb zu bestehen und in ihre Innovationsfähigkeit zu investieren. Die Politik kann jedoch günstige Rahmenbedingungen schaffen und Entwicklungen anstoßen, beispielsweise im Rahmen der von der Landesregierung bereits 2013 auf den Weg gebrachten „Initiative Gesundheitsindustrie Hessen“. In ihr arbeiten Unternehmen der Gesundheitsindustrie, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), den Verband der Chemischen Industrie (VCI) sowie Vertreter aus Wissenschaft und Forschung gemeinsam an Konzepten und Strategien zur Stärkung des Standortes. Gleiches gilt für die „Initiative Industrieplatz Hessen“, die bereits 2015 ein Leitbild „Hessen in den Top 5 der innovativsten Industriestandorte Europas bringen“ vorgestellt hat.

Zur Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes trägt die Politik bei, indem wir unter anderem mit zahlreichen Maßnahmen die Gewinnung von Fachkräften unterstützen, den MINT-Bereich im Rahmen der hessischen Forschungsförderung an den Hochschulen besonders in den Blick nehmen, für eine leistungsfähige Infrastruktur sorgen oder die Bedingungen für Wagniskapital verbessern. Auch die Frage der Industriestrompreise generell sowie der Ausnahmen vom EEG für die energieintensive Industrien im besonderen bleibt bei uns auf der Tagesordnung.

Die Chemie- und Pharmabranche ist der größte Industriearbeitgeber in Hessen und gut aufgestellt. 13,5 Prozent aller deutschlandweit Beschäftigten dieser Branche haben ihren Arbeitsplatz in Hessen. Sie bietet rund 60.000 Menschen in Hessen Zukunftsperspektiven durch attraktive Arbeitsplätze auf allen Ebenen. Die Exportquote beläuft sich auf 67 Prozent. Bedeutende Großunternehmen wie u. a. B. Braun Melsungen, Clariant, Evonik, K+S, die Merck KGaA und die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH stehen ebenso für Qualität aus Hessen wie die zahlreichen Mittelständler und Zulieferbetriebe der Branche. Allein Chemie und Pharma tätigen mit 1,5 Milliarden Euro zudem die höchsten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung unter den hessischen Industriebranchen. Wir werden daher die Attraktivität von Investitionen in Forschung, Entwicklung und Produktion am Standort weiter steigern, und unseren Beitrag dazu leisten, dass Hessen ein attraktiver Industriestandort bleibt.“

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