Der rechtspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Axel Wintermeyer, hat heute in der öffentlichen Sitzung des Rechtsausschusses deutlich die Pläne der rot/grünen Bundesregierung kritisiert, heimliche Vaterschaftstests unter Strafe stellen zu wollen.

Als „Höhepunkt der Familienfeindlichkeit“ bezeichnete es der Rechtsexperte, dass Väter, die den begründeten Verdacht eines „Kuckuckskindes“ haben, durch diese Regelung entweder in die Strafbarkeit getrieben werden oder als einzige Alternative den steinigen Weg der Vaterschaftsanfechtung vor den Gerichten wählen müssen. „Diese vom Gesetzgeber aufgezwungene Konfrontation entspricht ohne Zweifel nicht dem Kindeswohl“, kritisierte Wintermeyer.

Für den Fall, dass - wie in 90 Prozent der Fälle – trotz Zweifel des Vaters eine Vaterschaft bestehe, wirke der Test wie ein „vorgeschalteter Filter" in dem er Zweifel beseitige, die Konfrontation vermeide und den Familienfrieden wieder herstelle.
Für eine gerichtliche Klärung hingegen müssten die zweifelnden Väter hohe Hürden überwinden: „Nur wenn ein Vater beweisen kann, dass er zum Zeugungszeitpunkt nicht vor Ort war oder wenn das Kind ethnische Merkmale aufweist, die bei einer genetischen Abstammung nicht vorhanden sein können, hat er eine Chance auf die Durchführung eines solchen Anfechtungsverfahrens“, so Wintermeyer. „Dies muss die die Bundesjustizministerin endlich ändern und nicht irgendwelche kriminalpolitisch völlig verfehlten Strafvorschriften erfinden.“

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