• Dank an Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern sowie Ärzten, Zahnärzten und Rechtsanwälten für ihr Engagement zur Fachkräftesicherung
  • Verbindung von beruflicher Praxis und theoretischer Ausbildung ist das zentrale Erfolgsgeheimnis der dualen Berufsausbildung in Deutschland
  • Ausbildungsmarkt in Hessen steht durch demographischen Wandel und Integrationsanstrengungen vor besonderen Herausforderungen

Die Attraktivität der dualen Ausbildung war heute Gegenstand der Debatte im Landtag. Anlass war die bevorstehende Einführung einer sogenannten AzubiCard, die Auszubildenden, ähnlich wie der Studentenausweis, z. B. in bestimmten Einrichtungen wie Museen vergünstigten Eintritt ermöglicht. Die für berufliche Bildung zuständige Sprecherin der CDU-Fraktion, Birgit Heitland, erklärte dazu:

„Die Verbindung von beruflicher Praxis und theoretischer Ausbildung ist das zentrale Erfolgsgeheimnis der dualen Berufsausbildung in Deutschland. Nur so können wir die in vielen Branchen bereits heute dringend benötigten Facharbeitskräfte gewinnen. Das ist Voraussetzung für die Herstellung innovativer Produkte auf Weltmarktniveau und somit das solide Fundament für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Mit der AzubiCard wird ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung gesetzt. Berufliche und akademische Bildung haben für uns den gleichen Stellenwert. Gerade in Hessen kümmern wir uns bereits seit langen Jahren darum, die Hürden zwischen den Bildungswegen beiseite zu räumen. Bereits 2005 haben wir für Absolventen der Meisterprüfung und 2010 für vergleichbare Abschlüsse der beruflichen Aufstiegsfortbildung eine Möglichkeit zum Studium an den hessischen Hochschulen geschaffen. Mit der Neufassung des Hessischen Hochschulgesetzes haben wir 2015 den Weg zu einem Modellversuch eröffnet, der es Absolventen mit mittlerem Bildungsabschluss erstmals ermöglicht, bereits nach einer dreijährigen anerkannten Berufsausbildung mit mindestens der Abschlussnote 2,5 einen prüfungsfreien Zugang zu allen gestuften Studiengängen an den Hochschulen des Landes zu erhalten. Für uns ist klar: Eine Berufsausbildung ist der Start und nicht der Endpunkt von Beruf und Weiterqualifikation.

Hessen ist es zudem gelungen, eine effektive Struktur der Ausbildungsförderung aufzubauen, die jungen Menschen vielfältige Chancen auf eine Ausbildung sowie gesellschaftliche Teilhabe eröffnet und einen Beitrag zur Fachkräftesicherung für den Standort leistet. Unser Ziel dabei ist, dass alle jungen Menschen entsprechend ihren Neigungen, Fähigkeiten und Talenten ihren Weg in den Beruf finden.

Mit der landesweiten Strategie ‚Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit (OloV)‘ wird beispielsweise die Qualität der Zusammenarbeit der regional verantwortlichen Akteure (u. a. Kommunen/Landkreise, Schulen, Agenturen für Arbeit, Kammern) bei der Berufsorientierung und dem Berufseinstieg, etwa durch die Anwendung der hessenweit gültigen Qualitätsstandards für die Berufsorientierung oder die Akquise von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen, erheblich gesteigert.

Mit Blick auf die Fachkräftesicherung und die Entwicklung der offenen Ausbildungsstellen wird es weiterhin wichtig sein, den Jugendlichen bereits früh die breite Vielfalt und Attraktivität von Ausbildungsberufen darzustellen. Nur so kann der Fachkräftebedarf der hessischen Wirtschaft auch zukünftig breit abgesichert werden. Ein Angebot wie die AzubiCard leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.“

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birgit.heitland

Birgit Heitland

Sprecherin im Petitionsausschuss

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