Zur heutigen Debatte um die Einzelhaltung von Sauen und Jungsauen im Kastenstand im Deckzentrum erklärte der agrarpolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion Kurt Wiegel:

„Auch wenn ich persönlich das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Haltung von Schweinen in Kastenständen für falsch halte, haben wir die neue Rechtslage in einem Rechtsstaat zu akzeptieren. Wir müssen aber bei der Umsetzung des Urteils darauf achten, dass wir klug vorgehen. Wir wollen unsere landwirtschaftlichen Betriebe und gerade unsere Viehhaltung in Hessen erhalten und unterstützen. Sie sind das Rückgrat unserer Landwirtschaft und der Wertschöpfung im ländlichen Raum. Dafür braucht es faire Regeln und Planungssicherheit, die eine Umstellung der Haltung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und unter Wahrung des Tierschutzes sicherstellen.

Ich begrüße, dass die Amtschefkonferenz der Agrarressorts unter führender Beteiligung unserer Landesregierung in der letzten Woche – also sehr schnell nach dem Urteil – beschlossen hat, dass wir bundeseinheitliche Regeln schaffen werden. Dabei wurde auch zugesichert, dass es angemessene Übergangsfristen geben wird, die die Wirtschaftlichkeit der Betriebe sicherstellt. Dies ist im Sinne von Planungssicherheit und Investitionsschutz der Landwirte unerlässlich. Auf dieser Grundlage halte ich es für nachvollziehbar, die Haltung langfristig auf das ‚Dänische Modell‘ umzustellen, indem man für Neubauten die Richtlinien anpasst.

Wir werden die erforderlichen Umstellungsprozesse mit Beratung und soweit möglich auch mit Förderangeboten begleiten, um für all unsere Schweinehalter gute, passgenaue Lösungen zu finden, dass sie ihre Arbeit weiter in einem Ausgleich von Tierschutz und Wirtschaftlichkeit erfüllen können.“ 

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Kurt Wiegel

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