• Hessen arbeitet kontinuierlich am Ausbau der Inklusion
  • Chancen zur gleichberechtigten Teilhabe am Leben in der Gesellschaft weiter verbessern
  • Wahlfreiheit zwischen dem sonderpädagogischen Unterricht an Förderschulen und dem inklusiven Unterricht an allgemeinen Schulen

Der Tag der Menschen mit Behinderungen steht seit nunmehr acht Jahren für den Austausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen, zwischen der Politik und der Zivilgesellschaft und zwischen Bürgerinnen und Bürgern. Dazu erklärte der behindertenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Michael Reul:

„Wir arbeiten kontinuierlich am Ausbau der Inklusion und damit an der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Unser Anliegen ist es, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen der Gesellschaft zu fördern und voranzubringen. Menschen mit Behinderungen muss eine Teilhabe am Leben in der Gesellschaft genauso möglich sein, wie Menschen ohne Behinderungen. Ein wichtiger Schritt ist hierbei der Hessische Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Hessen. Die Integration von Menschen mit Behinderungen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, daher wird der Hessische Aktionsplan konsequent umgesetzt. Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und barrierefreier Wohnraum sind dafür ebenso entscheidend wie gleiche Chancen am Arbeitsmarkt und eine gute medizinische und pflegerische Versorgung.

Dass eine Sensibilisierung auf vielen verschiedenen Wegen gelingen kann, wird der diesjährige Tag der Menschen mit Behinderungen mit dem Schwerpunktthema ‚Kinder und Jugendliche mit Behinderung‘ wieder unter Beweis stellen. Bei der Beschulung von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen oder Behinderungen ist es uns als CDU im Hinblick auf das Kindeswohl wichtig, die Wahlfreiheit zwischen dem sonderpädagogischen Unterricht an Förderschulen und dem inklusiven Unterricht an allgemeinen Schulen beizubehalten. Wahlfreiheit heißt in diesem Fall, dass die Förderschulen mit ihrer hohen Expertise erhalten bleiben, wir jedoch zugleich neue Möglichkeiten für die Stärkung des inklusiven Unterrichts schaffen. In den vergangenen Schuljahren haben wir deshalb die Zahl der Lehrerstellen für den inklusiven Unterricht stetig erhöht. Aktuell stehen rund 2.605 Stellen für Förderschullehrkräfte zur sonderpädagogischen Unterstützung von Schülerinnen und Schülern an allgemeinen Schulen zur Verfügung. Zudem setzen wir auf weitere Verbesserungen zur Stärkung der Chancengerechtigkeit für alle Schülerinnen und Schüler. Die soziale Herkunft oder Beeinträchtigungen jedweder Art dürfen kein Kriterium für schulischen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe sein. Wir unterstützen daher Schulen in Hessen, die im Landesvergleich unter besonders schwierigen sozialen Bedingungen arbeiten, durch zusätzliche Lehrerstellen im Rahmen des Sozialindexes. Hierdurch können sie ihre Schülerinnen und Schüler individuell und nachhaltig fördern. Für die sozialindizierte Lehrerzuweisung haben wir im Schuljahr 2017/2018 insgesamt 540 Stellen zur Verfügung gestellt und erhöhen diese Zahl zum neuen Schuljahr nochmals um 20 Stellen.

Vor allem auch die Teilhabe am Arbeitsmarkt ermöglicht Chancengleichheit und ist von enormer Bedeutung. Durch das Hessische Perspektivprogramm zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von schwerbehinderten Menschen (HePAS) werden die Zugangschancen schwerbehinderter Menschen zum allgemeinen Arbeitsmarkt verbessert und die Chancen erhöht, um sie in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis zu vermitteln. Hessen weist mit NRW dabei die höchsten Anteile erwerbstätiger Schwerbehinderter (Beschäftigungsquoten schwerbehinderter Menschen) bezogen auf die Gesamtbevölkerung auf.

Zentrales Ziel unserer Politik bleibt es, ein breites Bewusstsein für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft zu schaffen. Wir freuen uns auf die Vielzahl an Begegnungen, Aktionen und Veranstaltungen, welche Berührungsängste und Vorurteile bei Menschen mit und ohne Behinderungen abbauen können. Wir müssen weiterhin daran arbeiten, Barrieren für Menschen mit Behinderungen abzubauen und die Chancen zur gleichberechtigten Teilhabe am Leben in der Gesellschaft weiter zu verbessern.“

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