• Menschen nach einer langen Zeit der Arbeitslosigkeit wieder eine Perspektive eröffnen
  • Landesmittel in Höhe von 10 Millionen Euro bis Ende 2019
  • Enge Vernetzung der regionalen Arbeitsmarktakteure förderlich

Anlässlich der gemeinsamen Pressekonferenz von Herrn Staatsminister Stefan Grüttner und dem Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, zum Thema „Förderung von Langzeitarbeitslosen“ erklärte der sozialpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Ralf-Norbert Bartelt:

„Im Bereich „Arbeitsmarkt“ legen wir als CDU Hessen einen Schwerpunkt darauf, den Arbeitsmarkt für jeden zu öffnen und gleichzeitig nachhaltig Fachkräfte zu sichern. Unsere bestehenden Arbeitsmarkt- und Ausbildungsprogramme überprüfen wir dabei ständig darauf, wie wir die Mittel noch zielgenauer einsetzen können.

Einen Baustein der hessischen Arbeitsmarktstrategie bildet das Förderangebot „Kompetenzen entwickeln – Perspektiven eröffnen“ für Langzeitarbeitslose. Diese Landesinitiative ermöglicht Langzeitarbeitslosen, die seit mindestens zwei Jahren Leistungen nach dem SGB II beziehen, einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachzugehen und sich gleichzeitig praxisnah zu qualifizieren. Mit den bis Ende 2019 zur Verfügung stehenden Landesmitteln in Höhe von 10 Millionen Euro wurden in zwei Förderrunden hessenweit 17 Projekte von Beschäftigungsträgern und Jobcentern bewilligt.

Aus dem für das Jahr 2016 vorliegenden Teilnehmenden-Monitoring zu "Kompetenzen entwickeln - Perspektiven eröffnen" geht hervor, dass im Rahmen der in 2016 geförderten Projekte knapp 800 Menschen erreicht wurden. Für über 30 Prozent der Teilnehmenden (130 von 430 ausgetretenen Teilnehmenden) konnte nach ihrem Ausscheiden aus der Maßnahme ein positiver Verbleib verzeichnet werden, d.h. fast 100 Menschen konnten bereits 2016 in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung integriert werden. Weitere 30 haben eine berufliche Qualifizierung, sozialintegrative Maßnahme oder einen Minijob begonnen.

Insofern freut es mich sehr, dass es im Rahmen der geförderten Projekte gelingt, Menschen nach einer langen Zeit der Arbeitslosigkeit wieder eine Perspektive zu eröffnen, ihre Beschäftigungsfähigkeit zu steigern sowie sie in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu integrieren und ihnen eine Chance auf soziale Teilhabe zu ermöglichen. Als ein nennenswertes Projekt kann an dieser Stelle beispielhaft „IMPULS – Beratung von Bedarfsgemeinschaften in Wiesbaden“, initiiert von den BauHaus Werkstätten, genannt werden. Dieses Projekt hat eine Förder- bzw. Bewilligungssumme von 750.000 Euro (im Zeitraum: 01.04.2017 bis 30.11.2019) erhalten.

Abschließend lässt sich festhalten, dass als zentrales Element für eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration von Langzeitarbeitslosen die enge Vernetzung der regionalen Arbeitsmarktakteure förderlich ist. Bedeutend sind des Weiteren niedrigschwellige, sanktionsbefreite/freiwillige Angebote und eine auf Wertschätzung basierende, individuelle, die jeweilige Lebenssituation berücksichtigende sowie längerfristige Beratung und Förderung, die den vielfältigen Problemlagen der Menschen gerecht werden und eine abgestimmte und ineinandergreifende Förderung (Förderkette) ermöglichen. Wir als CDU werden nicht nachlassen, hier unterstützend zu wirken.“

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Dr. Ralf-Norbert Bartelt

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Sozialpolitischer Sprecher; MdL

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