"Kinderlachen ist Zukunftsmusik", stellte die familienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Bettina M. Wiesmann, heute in Wiesbaden fest. Die CDU verfolge deshalb seit vielen Jahren eine Politik, die die Belange von Familien und Kindern ins Zentrum der Gesellschaft rückt. "Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Kinderpolitik. Wir wollen, dass Kinder mit all ihren Bedürfnissen in unserer Mitte leben und aufwachsen können und dass der Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten und Spiel- und Sportstätten weiter voranschreiten kann", sagte Wiesmann. Dazu gehöre auch ein gesellschaftlicher Konsens darüber, dass Kinder eine Bereicherung seien und keine Belästigung.

"Dieses für CDU und FDP so wichtige Thema haben wir deshalb im Koalitionsvertrag klar angesprochen. Wir wollen eine Bundesratsinitiative 'Kinderlachen ist Zukunftsmusik' starten. Es ist schön, wenn sich die Grünen jetzt in das Licht stellen, das wir schon länger angeknipst haben", sagte Wiesmann. Nun gehe es darum, welcher Weg der bessere sei: Eine bundeseinheitliche Regelung oder ein Landesgesetz. "Es spricht vieles dafür, eine einheitliche Regelung durch den Bundesgesetzgeber zu treffen", erklärte Wiesmann. So habe der Bund beispielsweise die Kompetenz, eine Änderung der Baunutzungsverordnung (BauNVO) dahingehend vorzunehmen, dass auch in reinen Wohngebieten Kindertageseinrichtungen generell zuzulassen seien. Außerdem regle das Bundesimmissionsschutzgesetz schon heute wesentliche Punkte im Sinne des vorgeschlagenen Gesetzes. Alle Regelungen müssten aufeinander abgestimmt werden, damit mehr Toleranz gegenüber Kinderlärm erreicht werde. "Kinderlärm macht an Ländergrenzen nicht halt, eine bundeseinheitliche Regelung ist daher doppelt sinnvoll", stellte Wiesmann fest.
Dessen ungeachtet erziele man Kinderfreundlichkeit nicht allein auf dem Verordnungsweg. Sie entstehe vor allem durch Umsicht und gegenseitige Rücksichtnahme.  Es werde auf die Vorausschau und Behutsamkeit ankommen, mit der die Beteiligten vor Ort - Gemeinden, Träger, Einrichtungen und Erziehungspersonen - konkrete Vorkehrungen träfen und umsetzten, damit Konflikte gar nicht erst auftreten.
 

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