Die Wiesbadener CDU-Landtagsabgeordnete Birgit Zeimetz-Lorz, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, hat am Dienstag den Wiesbadener Gasversorger ESWE aufgerufen, die Gaspreise zum 1. April 2004 nicht zu erhöhen.

„ESWE sollte darauf verzichten, die im ersten Quartal 2005 gestiegenen Einkaufs­kosten auf die Endkunden abzuwälzen. Auch die Mainova in Frankfurt und die anderen vom Hessischen Wirtschaftsministerium abgemahnten Gasunternehmen in Hessen wollen ihre Preise zum 1. April nicht anheben. Dieser Verzicht bedeutet eine Entlas­tung der Kunden um durchschnittlich sieben Prozent oder 70 Euro pro Jahr für einen vierköpfigen Durchschnittshaushalt", sagte Zeimetz-Lorz.

Zudem forderte die CDU-Abgeordnete die ESWE auf, im kartellrechtlichen Missbrauchsverfahren weiter mit dem Wirtschaftsministerium zu kooperieren: „Das Ziel muss eine möglichst einvernehmliche Lösung für die von Minister Rhiel geforderte echte Gaspreissenkung in Wiesbaden sein. Die Verbraucher brauchen eine wirkliche Entlastung im Geldbeutel, das ist ein wichtiger Beitrag zur Ankurbelung der Binnen­nachfrage."
Birgit Zeimetz-Lorz erklärte: „ESWE gehört zu den 19 Unternehmen, die Preise verlangen, die um 10 Prozent und mehr über den Preisen der günstigsten Anbieter in Hessen liegen und deshalb vom Wirtschaftsministerium wegen des Verdachts auf Monopolmissbrauch abgemahnt worden sind. Es wäre im Interesse der Energie­kunden, wenn die ESWE durch eine freiwillige Preissenkung einer von Minister Rhiel angedrohten Verfügung für sinkende Preise zuvor kommt."
 

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