Als „Tiefpunkt der parlamentarischen Auseinandersetzung“ hat die CDU-Landtagsfraktion die heutige „Entgleisung“ des Grünen-Abgeordneten Jürgens im Hessischen Landtag kritisiert. „Es ist nicht der erste verbale Entgleisung von Herrn Jürgens“, kritisierte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Frank Gotthardt.

Es sei „unerträglich und geschmacklos“, dass ein Parlamentarier glaube, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben. Es sei darüber hinaus „anmaßend“ zu glauben, allein ein Behinderter könne für die Interessen von Behinderten sprechen. Wer allein die Kritik am „verkorksten Antidiskriminierungsgesetz“ als Diskriminierung diffamiere, der offenbare ein „zweifelhaftes Demokratieverständnis“, kritisierte Gotthardt.

Gotthardt bezeichnete es als „unanständig", dass Jürgens nach der Sitzung des Ältestenrates und dem Ordnungsruf kein Einsehen gezeigt habe. „Herr Jürgens hat seine pauschalen Diffamierungen gegen CDU und FDP nicht zurückgenommen - sogar gegen den Willen der eigenen Grünen-Fraktion.“ Das habe der Ältestenrat jedoch einvernehmlich gefordert. Seine Entschuldigung sei eine Farce.
Die Grünen-Fraktion habe sich heute aufgeführt „wie Elefanten im Porzellanladen“. So hatte der Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Kaufmann bei der Geschäftsordnungs-Rede des FDP-Fraktionschef Hahn die Äußerungen Jürgens mit den Worten bekräftigt: „Recht hat er“ (gemeint war Herr Jürgens). Einen draufgesetzt hat dann noch Grünen-Fraktionschef Al-Wazir, indem er die FDP-Landesvorsitzende Ruth Wagner nach dem Ordnungsruf gegen Jürgens der Lüge bezichtigt habe. „Das war ein unanständiger Auftritt, den die Grünen heute im Landtag geboten haben.“
 

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