Die CDU Hessen kritisiert die anhaltende Diskussion um die Nominierung der Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), Erika Steinbach, als „unsachlich und ungerecht“. Der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Christean Wagner, warb für die Anerkennung der Leistungen Steinbachs: „Frau Steinbach ist eine herausragende Persönlichkeit, deren Ziel und Lebensaufgabe die Versöhnung von Deutschen und Polen ist. Ihrem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass das Zentrum gegen Vertreibungen nun realisiert werden kann“.

Es wäre eigentlich eine „Selbstverständlichkeit“, so Wagner, dass die Präsidentin des BdV ihren Verband im Stiftungsrat des künftigen Zentrums gegen Vertreibungen repräsentiere und dort ihre umfangreichen Erfahrungen einbringe. Nationalistische oder gar revanchistische Unterstellungen gegen Frau Steinbach wies Wagner zurück. „Diese Unterstellungen sind in Anbetracht des langjährigen Engagements von Frau Steinbach als Bundestagsabgeordnete und in zahlreichen Organisationen wie der deutsch-israelischen Gesellschaft geradezu bösartig und entbehren jeder Grundlage“, sagte Wagner. Er erwarte von Außenminister Steinmeier, dass dieser sich „klar und deutlich“ hinter Frau Steinbach stelle und sie vor den „diffamierenden Angriffen vor allem aus der SPD aber auch der polnischen Seite schütze“. Wagner erinnerte daran, dass der langjährige frühere Bundesgeschäftsführer der SPD, der leider viel zu früh verstorbene Peter Glotz, sich gemeinsam mit Frau Steinbach für das Zentrum gegen Vertreibungen eingesetzt habe.

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