"Die Frage nach der Zukunft der Kenenergie bedarf einer seriösen und verantwortungsvollen Betrachtung. Statt unverantwortlicher ideologischer Angstmacherei muss eine Sachdebatte stattfinden", forderte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Christean Wagner, in der Landtagsdebatte zur Kernenergie. Auch bei den von der christlich-liberalen Bundesregierung im Koalitionsvertrag vereinbarten Laufzeitverlängerungen werde es bei der Sicherheit der Kernkraftwerke in Deutschland keinerlei Abstriche geben.

Wenn die Opposition von einer "nicht beherrschbaren Hochsicherheitstechnologie" spreche, versuche sie vergessen zu machen, dass alle Kernkraftwerke unter den Bundeskanzlern Willy Brandt und Helmut Schmidt gebaut worden seien. Entgegen anderslautender Behauptungen erfülle auch das Kraftwerk in Biblis internationale Sicherheitsstandards. Weder Fischer, noch Trittin, noch Gabriel hätten sich als Minister genötigt gefühlt, Biblis aus Sicherheitsgründen stillzulegen. "Dies wäre aber ihre Verpflichtung gewesen, wenn die Bezeichnung 'Schrottreaktor' zuträfe. Dies ist aber gerade nicht der Fall. Der Betreiber von Biblis hat seit 1999 rund 1,2 Milliarden Euro im Kernkraftwerk investiert, nachdem zuvor unter Rot-Grün solche sicherheitserhöhenden Maßnahmen unterbunden wurden", so Wagner.
"Die CDU setzt auf eine sichere und bezahlbare Energieversorgung für die Menschen. Dazu zählt auch der realistische und bezahlbare Energiemix aus Kernkraft, Kohle und erneuerbaren Energien von 20 Prozent bis zum Jahr 2020", sagte Wagner. Schließlich verwies Wagner darauf, dass der deutsche Ausstieg aus der Kernenergie ein "einsamer Alleingang? geblieben ist und ihm niemand gefolgt sei. "Ganz im Gegenteil: Ehemalige Aussteiger wie Schweden oder Italien steigen wieder ein und bauen heute neue Kernkraftwerke", stellte Wagner fest. Allein in Europa würden derzeit 14 Kernkraftwerke gebaut, weltweit sind 43 Anlagen im Bau und weitere 80 in der Planungsphase. "Fazit: Mit ihrer Position stellt Rot-Grün Deutschland international ins Abseits. Denn Aussteiger aus der Kernenergie steigen heute wieder ein. Da bleibt die Frage an Rot-Grün: Wenn auf der Autobahn einem alle entgegenkommen, wer dann der Geisterfahrer ist?", so Wagner abschließend.

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