• Weltfrauentag bietet wichtige Plattform, um öffentlich zu machen, an welche rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Grenzen Frauen noch immer stoßen

  • Einsatz für eine faire Entlohnung von Frauen

  • Vereinbarkeitsbarrieren im Alltag überwinden

Anlässlich des morgigen Internationalen Weltfrauentages 2018 erklärte die frauenpolitische Sprecherin der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Claudia Ravensburg:

„Am 8. März ist Internationaler Frauentag. An diesem Tag erinnern die Vereinten Nationen und Frauenorganisationen weltweit an den Kampf um Gleichberechtigung und das Wahlrecht von Frauen. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen und kann auf eine lange Tradition zurückblicken.

Gerade heute, im 21. Jahrhundert, verfügen wir über die am besten ausgebildete Frauengeneration, die es jemals in der Geschichte Deutschlands gegeben hat. Allerdings ist die Gleichstellung noch lange nicht überall erreicht. Der gleichberechtigte Zugang zu Bildung oder das aktive und passive Wahlrecht war für Frauen nicht immer selbstverständlich und ist es in vielen Erdteilen auch derzeit noch nicht. In manchen Teilen der Welt müssen wir noch heute für solche elementaren Rechte kämpfen.

Der Weltfrauentag führt uns daher vor Augen, wo noch immer Ungerechtigkeit und Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen besteht. In diesem Kontext ist es nicht nur gerecht, sondern auch wirtschaftlich vernünftig, Frauen attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten, damit diese ihre gute Qualifikation, Kompetenz und Ihre Erfahrung in den Unternehmen entfalten können. Auch das Ungleichgewicht bei der Entlohnung muss endlich ein Ende haben. In diesem Sinne hat das Land unter anderem den Hessischen Lohnatlas initiiert, der bundesweit eine Vorreiterrolle einnimmt und mehr Transparenz in diesem Bereich schafft. Mit der Darstellung der regionalen und branchenbezogenen Unterschiede bietet er eine gute Grundlage für die Diskussion mit allen Akteuren am Arbeitsmarkt, die für die Entgelte zuständig sind sowie für die weitere Entwicklung von geeigneten Maßnahmen.

Darüber hinaus ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach wie vor ein zentrales Thema. Heute sind es vornehmlich immer noch vor allem Frauen, die sich primär um das Wohl der Kinder oder um das Wohl von pflegebedürftigen Familienmitgliedern kümmern. Das Land bietet bereits sehr gute Unterstützung für Familien. Dazu zählt, dass wir die für die Kinderbetreuung zuständigen Städte und Kommunen mit so viel Landesgeld wie nie zuvor - 440 Millionen Euro - bei ihrer Aufgabe unterstützen. Ab August 2018 können für alle drei Kindergartenjahre sechs Stunden täglich beitragsfrei gestellt werden.

In Hessen sind wir auch früh angetreten, die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu verbessern. Dabei war uns von vornherein wichtig, alle relevanten Sozialpartner aus Wirtschaft und Gesundheitswesen zu beteiligen und wir haben die Charta zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf initiiert, die bereits über 170 Unternehmen unterzeichnet haben. Wir werden aber nicht nachlassen, stetig weiter an Verbesserungen zu arbeiten.

Ein wichtiges Signal für die Anerkennung der Gleichberechtigungsansprüche von Frauen in unserem Bundesland ist ferner, dass die Verfassungsenquete im Rahmen der Reform der hessischen Verfassung die Verankerung des Gleichheitsgrundsatzes von Frauen und Männern analog zum Grundgesetz vorgeschlagen hat. Aber erst dann, wenn wir den Frauentag nicht mehr begehen müssen, erst dann ist unser Ziel einer allgemeinen Gleichberechtigung von Frauen wirklich erreicht.“

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Claudia Ravensburg

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Mitglied des Ältestenrats des Hessischen Landtags

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