• Alles bereits bekannt, keine neuen Erkenntnisse
  • Keine der vielen mit dem Fall befassten Ermittlungsbehörden hat einen Anhaltspunkt für einen Tatverdacht Temmes gefunden, zuletzt auch nicht das Oberlandesgericht München
  • Mordserie war damals in der breiten Öffentlichkeit bekannt
  • Auch dieser Testballon der Linken – mit dem sie nach dann rund 90 Zeugenvernehmungen, rund 2.000 vorgelegten Akten und weit über 270 Sitzungsstunden weiter versucht Aufmerksamkeit durch den NSU-Untersuchungsausschuss zu bekommen – wird wie die vorherigen platzen

Zu der heutigen Pressekonferenz der Linken zum NSU-Untersuchungsausschuss äußerte sich der CDU-Obmann im NSU-Untersuchungsausschuss, Holger Bellino, wie folgt:

„Die Mail der Vorgesetzen von Herrn Temme, mit der sie im März 2006 sämtliche V-Mannführer des Landesamtes für Verfassungsschutz gebeten hatte, sich nach der öffentlich bereits bekannten Mordserie bei den V-Leuten umzuhören, ist schon seit langem bekannt. Das Oberlandesgericht München, der Bundestagsuntersuchungsausschuss und auch der NSU-Untersuchungsausschuss in Hessen haben sich mit dieser E-Mail schon in mehreren Zeugenvernehmungen ausführlich auseinander gesetzt. Sie lag auch allen Ausschüssen bisher vor. Bereits seit vergangenem Jahr liegt uns auch die abgezeichnete E-Mail, die in der Außenstelle ausgedruckt und in Umlauf gegeben worden war, vor. Bisher wissen wir nicht, ob eine der Kürzel tatsächlich von Temme stammt und wenn ja, ob er diese vor oder nach dem Mord abgezeichnet hat. Schließlich ist keine der Kürzel mit einem Datum versehen worden. Hierzu werden wir Temme bei der nächsten Ladung befragen und seine ehemaligen Kollegen, die sein Kürzel gegebenenfalls erkennen können.

Nicht nachvollziehbar ist, wie die Linke aus dem bereits bekannten Möglichkeit – dass Temme gegebenenfalls bereits im Vorfeld von der bereits öffentlich bekannten Mordserie wusste – darauf kommen kann, dass sein Besuch nach Dienstschluss in dem Internetcafe, in dem er sich unter Angabe von personenbezogenen Daten eingeloggt hatte, um nachweislich mit einer Frau in Hamburg über eine Flirthotline zu chatten, einen dienstlichen Bezug beizumessen versucht. Für diese Verschwörungstheorie bedarf es reichlich Phantasie.

Gegen Temme wurde umfangreich vor allem 2006 ermittelt. Im Jahr 2011 wurden die Ermittlungen vom BKA nochmals genauestens überprüft und ergänzende Ermittlungen angestellt. Keine der unabhängigen Sicherheitsbehörden konnte Herrn Temme bisher irgendeinen Tatverdacht anlasten, so dass es bei der Einstellung des Verfahrens gegen ihn geblieben ist. Die bereits bekannte Mail stellt die Situation ebenfalls nicht anders dar.

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holger.bellino

Holger Bellino

Parlamentarischer Geschäftsführer und Obmann im UNA 19/2

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