Die umweltpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Elisabeth Apel, hat sich heute für eine Effizienzoffensive im selbst genutzten Gebäudebestand ausgesprochen, um den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 zurückzuführen. "Da über ein Drittel der gesamten CO2-Emissionen Hessens auf die Gebäudeheizung entfallen, sollte auch dieser Bereich seinen Betrag zum Klimaschutz leisten, indem die klimaschädigenden fossilen Energieträger eingespart werden."

Da ein Großteil des vorhandenen Gebäudebestandes zu Zeiten errichtet wurde, in der Heizenergie billig, Klimawandel noch unbekannt und von Abhängigkeiten von Energieimporten noch keine Rede war, sei dies ohne Komfortverluste möglich. "Nahezu jedes Haus, welches vor 1995 errichtet wurde, ist ein energetischer Sanierungsfall und bietet weit reichende Möglichkeiten, um durch Modernisierung der Heiztechnik oder über Wärmedämmung beachtliche Erfolge erzielen zu können. Gleichzeitig ist mit diesen Maßnahmen die Reduzierung des CO2-Aussstoßes wesentlich günstiger zu erreichen als beispielsweise über den Ausbau neuer Energieressourcen im Strombereich", erläuterte die Umweltpolitikerin.

Damit die notwendigen Schritte schnell vollzogen werden können, müssten den Hausbesitzern entsprechende Anreize gegeben werden. Neben umfangreichen Beratungsangeboten für Haus- und Wohneigentümer durch Verbände, Handwerkskammern und Schornsteinfeger seien auch steuerliche Vergünstigungen deutlich auszuweiten - wenn die Sanierungsmaßnahmen von Fachfirmen durchgeführt würden. Daher werde die Landesregierung gebeten, sich auch bei privat genutztem Wohneigentum für Steuervergünstigungen einzusetzen. "Daraus ergeben sich positive Impulse für das heimische, überwiegend mittelständisch geprägte Baugewerbe, was sich letztlich auch positiv für das Land in Form höherer Steuereinnahmen niederschlagen wird", zeigte sich Apel optimistisch.

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