• Über 10.000 Absolventen in den vergangenen zehn Jahren
  • Hessen hat frühzeitig Qualitätskriterien entwickelt
  • Engagement vieler Unternehmen und Hochschulen leistet auch einen Beitrag zur Fachkräftesicherung und eröffnet Zukunftsperspektiven in den Regionen

Das „Duale Studium Hessen“ war heute auf Antrag der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag Gegenstand der Plenardebatte. Dieser besondere Ausbildungsweg verbindet auf einmalige Weise die theoretische Ausbildung eines Studiums mit den hohen Praxisanteilen der beruflichen Bildung. Der zuständige Sprecher der CDU-Fraktion und Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst, Andreas Hofmeister, erklärte dazu:

„Die vergangenen Jahre haben zu stark veränderten Anforderungen der Unternehmen an ihre Beschäftigten geführt. Auf allen Qualifizierungsebenen sind neben dem Fachwissen auch größere Selbstständigkeit und eigenverantwortliches Handeln gefragt. Der Bedarf der Unternehmen an aktuellem Wissen auf akademischem Niveau nimmt weiterhin zu. Diese Entwicklungen erfordern eine bessere Durchlässigkeit zwischen der beruflichen und der akademischen Bildung sowie eine stärkere Praxisorientierung der Studieninhalte.

Das „Duale Studium“ ist für Unternehmen wie Studenten eine Antwort hierauf: Es verzahnt wissenschaftliche Fundierung einerseits und betriebliche Praxis andererseits miteinander und schlägt auf diese Weise eine tragfähige Brücke zwischen beruflicher und akademischer Bildung. Qualifizierte Nachwuchskräfte sammeln früh große Praxiserfahrung in einem Unternehmen – Unternehmen sichern sich aktuelles theoretisches Fachwissen. Die enge Verbindung von Unternehmen und Hochschulen wird gewährleistet. Ein Austausch, von dem beide Seiten profitieren.

Die Kampagne „Duales Studium Hessen“ feiert in diesem Jahr ihren 10. Geburtstag. Sie stellt die Dachmarke für aktuell ca. 130 duale Studienmöglichkeiten in Hessen dar. Hessen hat dabei bereits frühzeitig einheitliche Qualitätsanforderungen entwickelt, in denen Aussagen zur Regelung des Praxisumfanges, zur Anrechnung von ECTS-Punkten für die Leistungsnachweise in der Praxisphase oder zur Bildung von Gremien zwischen Bildungsanbietern und Praxispartnern getroffen werden.

Die besondere Ausrichtung des Dualen Studiums und die Einbindung regionaler Unternehmen können auch einen Beitrag dazu leisten, dort die Fachkräftesicherung zu erleichtern und für junge Menschen im ländlichen Raum attraktive Berufs- und Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Inzwischen weist beispielsweise das duale Studienangebot „StudiumPlus“ der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) am Campus Wetzlar und den sechs Außenstellen in den Regionen nach letzten Angaben der Hochschule über 1.325 Studierende auf. Gemeinsam mit der THM sind 750 Partnerunternehmen aktiv, um diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.

Wir danken allen Akteuren aus den Hochschulen, den Berufsakademien, den Unternehmen, den Wirtschaftsverbänden in den Regionen sowie den beteiligten Ministerien auf Landesebene dafür, aus diesem Ansatz eine Erfolgsgeschichte entwickelt zu haben. Mittlerweile haben 10.000 Absolventen auf diese Weise ihren beruflichen Weg begonnen. „Duales Studium Hessen“ ist damit ein Qualitätssiegel geworden, das wir ständig weiterentwickeln wollen.“

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