Die hochschulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Eva Kühne-Hörmann, nannte die heutigen Äußerungen von SPD und Grünen zur Einführung von Studiengebühren „verantwortungslos“. Die SPD stelle sich auf die Seite derer, die zuschauen würden, wie die Qualität von Lehre und Forschung in Hessen den Bach hinunter ginge, so Kühne-Hörmann.

„Das wird es mit der CDU-Fraktion nicht geben. Wir erkennen die Fakten an und handeln entsprechend für unsere Studierenden“, erklärte die CDU-Politikerin. Die Realität sei nun einmal, dass Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen Studiengebühren einführen, die noch dazu direkte Nachbarländer Hessens seien. Damit kein „Hochschultourismus“ einsetze, der zu Lasten der Qualität der Lehre gehe, sei die Einführung der Beiträge in Hessen „alternativlos“, erläuterte Kühne-Hörmann.

„Jeder kann ein Studium aufnehmen, da zur Finanzierung des Studiums ohne Bonitätsprüfung oder Sicherheiten ein Darlehen gewährt wird. Weder Eltern noch Studierende müssen während des Studiums das Geld aufbringen", stellte Kühne-Hörmann klar. Vielmehr gelte: „erst studieren, dann zahlen“. Die Rückzahlung des Darlehens müsse frühestens zwei Jahre nach dem Abschluss und auch nur beim Erreichen eines bestimmten Einkommens gezahlt werden. „Das sind Fakten, die SPD und Grüne einmal zur Kenntnis nehmen müssen, ebenso wie den Umstand, dass die Beiträge den Hochschulen direkt und zusätzlich zu Gute kommen und damit unmittelbar den Studierenden“, unterstrich die Hochschulpolitikerin.  
Auch wies Kühne-Hörmann auf den Aspekt der sozialen Gerechtigkeit hin, denn bislang habe die Krankenschwester dem künftigen Chefarzt mit ihren Steuern das Studium mitfinanziert. „Die CDU-Fraktion will für hessische Studierende das Beste in Lehre und Forschung. Das gehört sich für ein Bundesland, das auf dem Weg zum Bildungsland Nummer eins ist“, erklärte die CDU-Politikerin. „Angesichts der Versuche von SPD und Grünen, die Studierenden mit Fehlinformationen zu verunsichern, werden wir als CDU-Fraktion das Gesetz möglichst schnell in das parlamentarische Verfahren bringen, um Gerüchte oder Mutmaßungen aus dem Weg zu räumen“, kündigte Kühne-Hörmann an. Es müsse für die Studenten schnellstmöglich Rechtssicherheit hergestellt werden.

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