Die nordhessischen CDU-Landtagsabgeordneten Eva Kühne-Hörmann, Dr. Walter Lübcke, Angelika Scholz und Mark Weinmeister haben die SPD im Vorfeld der Regionalkonferenz in Melsungen vor einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei gewarnt. Diese würde „den Aufschwung in Nordhessen durch eine falsche Infrastrukturpolitik und einem Investitionsstopp bei Kulturvorhaben aufs Spiel setzen“, sagten die CDU-Abgeordneten. Das Programm der SPD biete genügend Anlass zur Sorge, die Haltung von Grünen und Linken sei dagegen nur als „Totalverweigerung“ zu bezeichnen. Es sei zu erwarten, dass die Sozialdemokraten den Fortschritt in Nordhessen „auf dem Altar der Macht opfern“ würden, warnte Lübcke.

Eine „Gefährdung" der „blühenden Museumslandschaft“ in Nordhessen durch eine Regierungsbeteiligung der Linken sieht Kühne-Hörmann. So habe man in Kassel mit dem Projekt „Museumslandschaft Kassel“ in die ganzheitliche Neugestaltung der Staatlichen Museen, der historischen Gebäude sowie der Parkanlagen bis 2009 annähernd 100 Millionen Euro investiert. Bis 2015 seien weitere 100 Millionen Euro bereitzustellen, um teilweise bereits begonnene Sanierungen fortzuführen. Da über diese Mittel jährlich entschieden werde, drohten bei einer Regierungsbeteiligung der Linken „Verzögerungen und Kahlschläge“ bei der Finanzierung von Kulturvorhaben. „Die Investitionen in die Museumslandschaft in Nordhessen leisten einen wichtigen Beitrag zum Aufschwung der Region Diese positive Entwicklung darf nicht durch die Zusammenarbeit  von Frau Ypsilanti mit den Linken gefährdet werden“, sagte Kühne-Hörmann.
Lübcke nannte für Nordhessen bedeutende Infrastrukturprojekte wie den Ausbau der A 44 und der A 49 sowie den Ausbau des Flughafens Kassel-Calden. Über Jahre hinweg habe es bei SPD und Grünen „schlicht keine Bereitschaft“ gegeben, die Planung für die A 44 aufzunehmen: „Es wurde bei der A 44 sogar beschlossen, das langsamere Planungsverfahren anzuwenden“, erinnerte Lübcke. „Das wäre heute undenkbar. Wir sind wirtschaftlich erfolgreicher als andere Länder. Hessen ist heute bei der Verkehrsinfrastruktur Trendsetter in Deutschland.“ Der Ausbau des Flughafens Kassel-Calden zu einem leistungsfähigen Regionalflughafen biete eine weitere ausgezeichnete Möglichkeit, die Wirtschaftsregion weiterzuentwickeln: „Es werden hier zusätzlich 2.000 neue Arbeitsplätze geschaffen“, so Lübcke weiter. Mit dem Ausbau zu einem Regionalflughafen werde zugleich das zweitgrößte Gewerbegebiet Nordhessens erschlossen. „Gerade in einer aufstrebenden Region wie Nordhessen sollten wir diese Chance zur Stärkung des Tourismus, für Unternehmensansiedelungen und die Schaffung neuer Arbeitplätze nutzen“, forderte Scholz. Die CDU-Landtagsfraktion mache sich daher für den „zügigen Ausbau des Flughafens Kassel-Calden“ stark.
Weinmeister betonte, die CDU werde weiterhin „gute Rahmenbedingungen für die Ansiedlung von Unternehmen und damit für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen in Nordhessen“ garantieren.  Er warnte die SPD eindringlich, die weitere positive Entwicklung der Region Nordhessen durch eine Zusammenarbeit mit den Linken zu gefährden. „Die abstrusen Forderungen der Linken gefährden die Infrastruktur in Nordhessen und werden unser Land ruinieren!“, betonten die CDU-Abgeordneten abschließend.
 

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