• Drei Viertel aller Schulträger nehmen in Hessen am Erfolgsmodell „Pakt für den Nachmittag“ teil
  • SPD-Plan zur Einführung einer flächendeckenden Zwangs-Ganztagsschule würde Eltern und Kinder ihrer Wahlfreiheit berauben
  • Entscheidung über Wahl und Art eines Ganztagsangebotes muss auch weiterhin den Familien überlassen bleiben

Anlässlich der heutigen Pressekonferenz von Kultusminister Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz zum Ausbau der Ganztagsangebote im Schuljahr 2018/19 erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Armin Schwarz:

„Mit großer Verlässlichkeit und einem abermals beträchtlichen Aufwand an finanziellen Ressourcen baut die Landesregierung das Erfolgsmodell ‚Pakt für den Nachmittag‘ auch zum kommenden Schuljahr 2018/19 weiter aus. Mit diesem größten Ganztagsprogramm in der Geschichte des Landes stellt die Hessische Landesregierung sicher, dass allen Eltern ein freiwilliges und den regionalen Bedürfnissen vor Ort angepasstes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 Uhr bis 17.00 Uhr zur Verfügung steht. Im nunmehr vierten Jahr des Paktes werden durch die Neuaufnahme der vier Schulträger Main-Kinzig-Kreis, Wetteraukreis, Stadt Hanau und Stadt Rüsselsheim bereits 25 der 33 Schulträger in Hessen mit über 200 Schulen an dem auf Angebotsvielfalt, Bedarfsgerechtigkeit und Freiwilligkeit beruhenden Ganztagsmodell teilnehmen. Auch über die Grundschulen im ‚Pakt für den Nachmittag‘ hinaus wird der Ausbau der Ganztagsangebote an allen Schulformen weiter optimal gefördert: So werden 19 Grundschulen und fünf weiterführende Schulen neu in das Ganztagsprogramm des Landes aufgenommen; 165 Schulen haben eine Erweiterung innerhalb der bestehenden Profile beantragt; 47 Schulen haben einen Antrag auf einen Wechsel in ein höheres Profil gestellt. Für den Ausbau dieser Ganztagsangebote stellt die Landesregierung zum kommenden Schuljahr rund 350 Stellen zusätzlich zu den bislang rund 2.440 Stellen zur Verfügung – das entspricht einer Steigerung von über 14 Prozent!

Im kommenden Schuljahr werden in Hessen nach derzeitigem Stand 1.152 und damit etwa 70 Prozent der allgemeinbildenden Schulen über ein Ganztagsangebot verfügen, so dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nachhaltig gestärkt wird. Für die Eltern und Kinder ist es dabei von Vorteil, dass in Hessen das Hauptaugenmerk auf freiwillige, vielfältige und bedarfsgerechte Angebote gelegt und auf staatliche Zwänge verzichtet wird. Hingegen hält die SPD nach wie vor an ihrem Radikalkonzept einer Zwangsumwandlung von Schulen in gebundene Ganztagsschulen mit einer 40-Stunden-Woche von der Grundschule an fest. Wir als CDU-Landtagsfraktion wollen auch künftig die Eltern über das von ihnen gewünschte Angebot entscheiden lassen. Nicht zuletzt wurde in der Enquetekommission des Hessischen Landtages deutlich, dass mit einer Nivellierung der Schullandschaft durch gebundene Ganztagsschulen keine besseren Leistungen erzielt werden, sondern vielmehr ein Land mit traditionell gebundenen Ganztagsschulen eine dreimal so hohe Rate von Schülern ohne Schulabschluss vorweist wie Hessen. Darüber hinaus stoßen verpflichtende Zwangsganztagsschulen auch bei Eltern allen Umfragen zufolge auf breite Ablehnung – ganz zu schweigen von den Schülern selbst, deren Begeisterung für eine 40-Stunden-Schulwoche ohne Berücksichtigung der außerschulischen Interessen und Freunde sich stark in Grenzen hält. Im Gegensatz zur SPD wollen wir daher in Hessen auch weiterhin die Familien selbst darüber entscheiden lassen, ob sie einem offenen Ganztagsangebot, einer gebundenen Ganztagsschule oder einem Halbtagsangebot den Vorzug geben.“

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Armin Schwarz

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