Der CDU-Abgeordnete, Christoph Holler, hat die Justizvollzugspolitik der hessischen Landesregierung anlässlich der heutigen Sondersitzung als „vorbildlich“ gelobt: „Der Strafvollzug in Hessen war noch nie so sicher wie jetzt. Trotz aller Unkenrufe der Opposition, die in ihrer Regierungszeit im Justizvollzug so ziemlich alles falsch gemacht hat, was man falsch machen kann, haben wir in Hessen neben enorm hoher Sicherheits-standards auch hervorragende Resozialisierungsmaßnahmen vorzuweisen“, sagte Holler. Dass es in extremen Situationen wie dem Strafvollzug auch vereinzelt Vorfälle gibt, werde man niemals mit Sicherheit ausschließen können. Die Kritik der Opposition bezeichnete Holler angesichts der hervorragenden Justizvollzugspolitik von Justizminister Dr. Christean Wagner als „unverschämt“. „Die Opposition versucht, einzelne Vorfälle bewusst aufzubauschen.“

Die Sicherheit im hessischen Strafvollzug sei seit 1999 nachweislich deutlich angewachsen, erklärte der CDU-Abgeordnete. Unter Rot-Grün habe es in der Zeit von 1991 - 1994 hingegen durchschnittlich 66 Entweichungen pro Jahr und in der Zeit von 1995 – 1998 durchschnittlich 42 Entweichungen pro Jahr gegeben. 2004 habe es hingegen keinen Ausbruch aus dem geschlossenen Vollzug und lediglich eine Entweichung aus dem offenen Vollzug gegeben. „Das sind Zahlen, bei denen der ehemalige grüne Justizminister von Plottniz nur grün vor Neid werden kann." 
Nicht anders sei das Bild bei den Missbräuchen von Vollzugslockerungen und Urlaubsgewährungen. „2004 gab es im geschlossenen Männervollzug 8 solcher Fälle und im gesamten Vollzug nur 27. 1998 waren es im geschlossenen Männervollzug 168 und im gesamten Vollzug 320 Fälle. Das bedeutet eine Absenkung der Missbrauchsfälle um über 90%. Hessen nimmt insoweit wieder mal eine Spitzenposition ein“, betonte Holler.
Daneben seien die zahlreichen Durchsuchungsaktionen lobend zu erwähnen. Von 1999 bis Juli 2005 habe es 30 groß angelegte Durchsuchungsaktionen gegeben, 1991 bis 1998 gerade mal 5. Zudem sei durch die Einführung engmaschiger Urinkontrollen der Drogenkonsum in hessischen Gefängnissen deutlich zurückgedrängt worden. Auch habe die CDU-geführte Landesregierung die Möglichkeit der Häftlinge, unkontrolliert aus den Haftanstalten hinaus zu telefonieren, abgeschafft. „Unter Rot-Grün war es noch möglich, dass ein Bandenchef seine Organisation aus dem Gefängnis heraus per Telefon dirigiert. Diese Möglichkeit existiert heute nicht mehr“, so Holler.
Aber nicht nur für die Bürger ist der Justizvollzug in Hessen besser geworden. Auch die Gefangenen profitierten von der Politik des Justizministers durch den enormen Abbau der Überbelegung in den hessischen Gefängnissen. Ende 1998 habe die Überbelegungsquote 22 % betragen. Seit Mai 1999 sei durch die CDU-regierte Landesregierung 647 neuen Haftplätze geschaffen worden, wodurch die Überbelegungsquote im geschlossenen Erwachsenenvollzug mit Stand vom 1.6.2005 auf 7,4 % gesunken sei. Im Jugendvollzug gebe es keine Überbelegung mehr. Ein weiterer Abbau der Überbelegung werde durch Inbetriebnahme der JVA Hünfeld Anfang 2006 mit weiteren 502 Haftplätzen erfolgen. „Das ist ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Sicherheit als auch zur Resozialisierung der Gefangenen“, betonte Holler. 
„Im Bereich der Resozialisierung sind wir vorbildlich. Mit dem einheitlichen Strafvollzugskonzept für erwachsene Straftäter, stellen wir sicher, dass diese für eine Rückkehr in die Gesellschaft fit gemacht werden“, sagte der CDU-Politiker. Das Konzept beinhalte vielfältige Maßnahmen, wie Bildungskonzeptionen, Ausbildungs- und Qualifizierungslehrgänge und eine enge Kooperation mit den sozialen und psychologischen Diensten im Vollzug, der Führungsaufsicht und den freien Trägern der Straffälligenhilfe.
 

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