• Lohnlücke zwischen Frauen und Männern ist diskriminierend und muss beseitigt werden
  • Hessische Landesregierung verbessert Rahmenbedingungen, damit gleicher Lohn für gleiche Arbeit Realität wird
  • Mehr Frauen in Führungspositionen – der öffentliche Dienst nimmt eine Vorreiterposition ein

Anlässlich des Equal Pay Days 2019 am kommenden Montag erklärte die frauenpolitische Sprecherin der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Claudia Ravensburg:

„Frauen verdienen bei gleicher Arbeit im Schnitt acht Prozent weniger als Männer. Diese Lohnlücke zwischen den Geschlechtern ist diskriminierend und muss beseitigt werden. Daran erinnert jedes Jahr der Equal Pay Day am 18. März, der dieses Jahr unter dem Motto ‚WERTSACHE Arbeit‘ steht. Als wichtigen Schritt zur Förderung der Entgeltgleichheit hat das Land Hessen den Hessischen Lohnatlas initiiert, der bundesweit eine Vorreiterrolle einnimmt und mehr Transparenz in diesem Bereich schafft. Mit der Darstellung der regionalen und branchenbezogenen Unterschiede bietet er eine gute Grundlage für die Diskussion mit allen Akteuren am Arbeitsmarkt, die für die Entgelte zuständig sind sowie für die weitere Entwicklung von geeigneten Maßnahmen.

Darüber hinaus setzt die Hessische Landesregierung mit dem Hessischen Gleichberechtigungsgesetz, welches im Januar 2016 in Kraft getreten ist, einen Schwerpunkt, damit Gleichberechtigung auch tatsächlich in der Lebenswirklichkeit der Menschen ankommt. Schließlich unterbrechen oder reduzieren familienbedingt immer noch häufiger Frauen als Männer ihre Erwerbstätigkeit. Hinzu kommt, dass Frauen vermehrt einen geschlechtstypischen Beruf ausüben, der oftmals gering bezahlt und wenig geschätzt wird. Ferner fehlen in allen Branchen – trotz gleichem oder sogar besserem Ausbildungsniveau – häufig Frauen in gut dotierten Führungspositionen. Die Hessische Landesregierung tritt daher für reale Verbesserungen ein: den Abbau von Lohnunterschieden und für mehr Frauen in Führungspositionen. Das gilt für die Leitungsfunktionen in der Wirtschaft und in der öffentlichen Verwaltung sowie in anderen Entscheidungsgremien, auf die die Landespolitik Einfluss hat.

Erfreulich ist darüber hinaus, dass anlässlich der Reform der Hessischen Verfassung das Land nun verpflichtet wird, die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu fördern. Das ist ein wichtiges Signal für die Anerkennung der Gleichberechtigungsansprüche von Frauen in unserem Bundesland. Allerdings bleibt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eines unserer wichtigsten frauenpolitischen Handlungsziele. Zur Unterstützung von Familien ist seit August 2018 für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt der Kindergarten für sechs Stunden täglich beitragsfrei. In Hessen haben wir uns auch dafür eingesetzt, die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu verbessern. Dabei war uns von vornherein wichtig, alle relevanten Sozialpartner aus Wirtschaft und Gesundheitswesen zu beteiligen und wir haben die Charta zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf initiiert. Wir werden aber nicht nachlassen, stetig weiter an Verbesserungen zu arbeiten.“

Hintergrundinformationen:

Der Equal Pay Day, der internationale Aktionstag für die Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, macht auf die bestehenden Entgeltunterschiede zwischen den Geschlechtern aufmerksam. Im Jahre 2008 wurde der Equal Pay Day, der inzwischen in über 20 europäischen Ländern stattfindet, auf Initiative der Business and Professional Women (BPW) Germany erstmals in Deutschland durchgeführt. Er wird nun das 12 Jahr infolge an dem Tag begangen, bis zu dem Frauen statistisch betrachtet über das Jahresende hinaus arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu gelangen – umgerechnet sind das 77 Tage, die Frauen auch noch im Jahr 2019 umsonst arbeiten. Das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern ist also noch lange nicht erreicht.

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claudia.ravensburg

Claudia Ravensburg

Sozialpolitische Sprecherin, Mitglied im Ältestenrat, Mitglied im Präsidium

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