• Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung ist unverrückbares Leitbild der CDU-Landtagsfraktion
  • Berufsorientierung muss falschen Erwartungshaltungen bei der Wahl zwischen Studium und Ausbildung entgegenwirken
  • Historisch niedriger Stand an Ausbildungsabbrüchen belegt Erfolg der Konzepte der hessischen Landesregierung

Anlässlich der heutigen Plenardebatte zum Fach Arbeitslehre erklärte der CDU-Abgeordnete Joachim Veyhelmann:

„Das differenzierte Schulsystem in Hessen und die vielfältigen Schulformen mit ihren jeweiligen Schwerpunkten, Bildungszielen und Abschlüssen sorgen dafür, dass sich die Vielfalt der Berufsfelder im handwerklich-praktischen und wissenschaftlich-theoretischen Bereich auch in den differenzierten Bildungsgängen und in entsprechenden Lernzielen und Unterrichtsinhalten widerspiegelt. Alle Schüler haben unterschiedliche Begabungen, Talente und Fertigkeiten und entwickeln im Verlauf ihrer Bildungslaufbahn unterschiedliche fachliche Interessen, individuelle Ziele und berufliche Neigungen. Unsere Gesellschaft benötigt unterschiedslos alle diese Persönlichkeiten und mit ihnen ihre jeweiligen Eigenschaften. Die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung ist und bleibt daher das unumstößliche Leitbild der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag.

Um allen Schülern gleichermaßen hervorragende Karriere- und Zukunftschancen und während ihrer Schulzeit eine optimale Vorbereitung auf das Berufs- und Arbeitsleben zu ermöglichen, bedarf es in allen Schulformen auch gezielter Maßnahmen zur Berufsorientierung und Vorbereitung auf die spätere Berufswahl. Mit dem schulformübergreifend wirkenden Erlass zur Ausgestaltung der Berufs- und Studienorientierung hat das Hessische Kultusministerium vor zwei Jahren erfolgreich die früheren Regelungen zur Berufsorientierung für alle Schulformen und Bildungsgänge zusammengeführt und alle allgemeinbildenden Schulen zur Erstellung eines fächerübergreifenden Curriculums zur Berufs- und Studienorientierung verpflichtet. Auch die Kooperation mit der Berufsberatung und außerschulischen Partnern, das Ableisten von zwei Betriebspraktika oder der Einsatz des Berufswahlpasses wurden darin als verbindliche Anforderungen definiert. Dabei gilt es insbesondere in den maßgeblichen Fächern Arbeitslehre an Haupt- und Realschulen beziehungsweise Politik und Wirtschaft an Gymnasien deutlich zu machen, dass es neben dem nachfolgenden Hochschulstudium noch andere vielversprechende Ausbildungsgänge gibt. So bieten sich aufgrund des Facharbeitermangels gerade jungen Menschen mit handwerklichen und praktischen Interessen ausgezeichnete Karriereaussichten und lukrative Aufstiegschancen, wohingegen die Vielzahl an Abiturienten und Akademikern zu einem starken Anstieg der Studienabbrecher geführt und den Betroffenen vielfach durch falschen Ehrgeiz und falsche Erwartungen erhebliche Nachteile eingebracht hat.

Wenngleich die Berufsorientierung als schulische Querschnittsaufgabe zu begreifen ist, so nimmt das Fach Arbeitslehre in dem Prozess der Vorbereitung auf die Berufswahlentscheidung und der Hinführung zur Arbeitswelt gleichwohl eine besonders exponierte Rolle ein. Durch die Verbindung der theoretischen Unterrichtsinhalte zu den Strukturen und Prozessen des Arbeitslebens und praxisorientierte Erfahrungen im Rahmen von Schülerpraktika gilt es dabei vor allem die außergewöhnliche Vielfalt der einzelnen Berufsbilder zu verdeutlichen und den für jeden Schüler individuell besten Lösungsweg zu finden. Die in Hessen vorbildlich umgesetzte Kombination aus dem Fach Arbeitslehre und Maßnahmen zur Berufsorientierung wie OloV oder PuSch A und B sichert jungen Menschen eine besonders profunde und zielgerichtete Vorbereitung auf die spätere Berufswahl mit dem Ziel, die Zahl der Ausbildungsabbrüche soweit als möglich zu minimieren – und das mit Erfolg: So verzeichnet das Land Hessen gegenwärtig nicht nur den niedrigsten Stand an Schülern ohne Abschluss in der gesamten Bundesrepublik, sondern auch einen historisch niedrigen Stand an Ausbildungsabbrechern.“

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Joachim Veyhelmann

Mitglied im Aufsichtsrat des Kreiskrankenhauses Weilburg
Vorsitzender des Beirates der Kinder- und Sozialstiftung des Landkreises
Mitglied im Vorstand der Kreisvolkshochschule Limburg-Weilburg

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