„Das Sitzenbleiben hat sich als pädagogische Maßnahme bewährt, um schwächeren Schülern die Möglichkeit zu bieten, Versäumtes nachzuarbeiten und Defizite zu beheben. Zugleich konfrontiert es die Schüler mit der Lebenswirklichkeit und führt ihnen vor Augen, dass zum Erreichen eines selbst gesteckten Ziels auch Anstrengungen und Leistungsbereitschaft erforderlich sind“, kritisierte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Günter Schork, die Pläne von SPD und Grünen zur Abschaffung des Sitzenbleibens.

„Der von den Oppositionsparteien geforderte Verzicht auf das Sitzenbleiben hätte zur Folge, dass selbst ein Schüler mit durchgehend ungenügenden Leistungen mit der Versetzung in die nächste Jahrgangsstufe dieselbe Einstufung erhielte, als ein Schüler mit durchgehend sehr guten Leistungen. Den Schülern würde somit ein realistischer Blick auf den eigenen Leistungsstand vorenthalten und eine Märchenwelt vorgegaukelt, die der Wirklichkeit in keiner Weise standhält. Ganz in Übereinstimmung mit ihren Einheitsschulplänen bastelt die SPD munter weiter an ihrem Wunschbild des sozialistischen Einheitsschülers, der nicht die Erziehung der Schüler zu einer mündigen Persönlichkeit mit einem kritischen Urteilsvermögen, sondern Gleichmacherei und Ergebnisgleichheit ohne Rücksicht auf unterschiedliche Talente und Begabungen zum Ziel hat. Die CDU wird daher die Forderungen von SPD und Grünen am kommenden Donnerstag in einer Aktuellen Stunde ‚Leistung belohnen – Defizite beheben: Sitzenbleiben muss als pädagogische Maßnahme aufrechterhalten werden – rot-grüne Gleichmacherei schadet Schülerinnen und Schülern“ thematisieren“, so die Ankündigung des bildungspolitischen Sprechers der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Günter Schork.

„Selbstverständlich ist und bleibt es das erklärte Ziel der Landesregierung, durch gezielte individuelle Förderung die Zahl der Sitzenbleiber so gering wie möglich zu halten. Die Gleichsetzung von leistungsschwächeren und leistungsstärkeren Schülern würde jedoch dazu führen, dass die stärkeren Schüler einer Klasse durch die schwächeren Kinder in der Klasse ausgebremst werden. Ein vollständiger Verzicht auf das Sitzenbleiben führt letzten Endes dazu, dass Schülerinnen und Schüler, die nicht das geforderte Leistungsniveau erreichen, am Ende denselben Abschluss erhalten, wie ungleich fleißigere, leistungsstärkere und engagierte Mitschüler – mit Gerechtigkeit hat eine solche Gleichmacherei nicht das Geringste zu tun“, schließt Schork seine Stellungnahme.

 

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