„Die Studie zum Grundschulvergleich muss sorgfältig ausgewertete werden. Jedoch zeigt sich schon jetzt, dass sie nicht aussagekräftig genug ist. In Hessen haben lediglich 77 Grundschulen von 1140 teilgenommen, darunter zwei lernzielgleiche Förderschulen. Frankfurt, Offenbach, Hanau oder die Kasseler Nordstadt sind auch nicht vergleichbar mit den ländlichen Regionen der Flächenländer. Hinzu kommt, dass Hessen mit etwa 30 Prozent Migrationshintergrund den höchsten Anteil aller Bundesländer aufweist, das spiegelt sich dann auch bei den Leistungen der Schüler wieder. Auch weist die Kultusministerkonferenz darauf hin, dass es möglicherweise Schätzfehler in der Stichprobegegeben habe und erklärt damit dassehr eng beieinander liegende Mittelfeld“, erklärte der bildungspoltische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Günther Schork, anlässlich der Studie zum bundesweiten Grundschulvergleich.

 
    „Bereits während die Studie 2011 lief, hat Hessen eine Fortbildungsoffensive zur Umsetzung der hessischen Bildungsstandards gestartet. Beispielhaft kann hier auf die Sinus-Mathematikschulen oder den kompetenzorientierten Unterricht in Grundschulen verweisen werden. In der ersten Runde des KUGS-Programms (Kompetenzorientiertes unterrichten in Grundschulen) wurden 280 komplette Kollegien fortgebildet. Jetzt folgen 230 weitere vollständige Kollegienfortbildungen über 1,5 Jahre. Diese Verbesserungen in der Unterrichtsentwicklung sind noch nicht in die Studie eingeflossen. Mathematik war außerdem früher kein Pflichtfach für Grundschullehrkräfte, im Gegensatz zu anderen Bundesländern, die bei der Studie besser abgeschnitten haben. Dies hat die Koalition geändert. Die ersten Mathematik-Pflichtfachjahrgänge befinden sich jetzt am Anfang des Referendariates“, so Schork.
    

„Hessen stellt auch weiter Lehrerinnen und Lehrer ein, so dass es noch nie so viele Lehrer und so wenig Unterrichtsausfall gab. Allein in Frankfurt wurden 60 neue Stellen im Grundschulbereich zum Schuljahresbeginn geschaffen. Zu keiner Zeit in der Geschichte unseres Bundeslandes haben die Schülerinnen und Schüler in Hessen so gute Unterrichtsbedingungen an ihren Schulen vorgefunden. So wurde die Zahl der Lehrer von 43.803 Lehrerstellen unter der letzten rot-grünen Landesregierung im Jahr 1999 auf 50.394 im laufenden Schuljahr erhöht, die Unterrichtsversorgung von 84 Prozent auf über 100 Prozent ausgebaut, die Zahl der Ganztagsangebote von 138 auf 850 mehr als versechsfacht und der Bildungsetat von 2,31 Milliarden Euro um fast die Hälfte auf 3,4 Milliarden Euro gesteigert. In keinem der dreizehn deutschen Flächenländer sind die Bildungsausgaben pro Kopf höher und weist die Entwicklung des Bildungsetats eine höhere Steigerungsrate aus, als in Hessen. Durch die sukzessive Absenkung der durchschnittlichen Klassengrößen von über 21,5 auf 19,6 nimmt Hessen auch in diesem Vergleich den Spitzenplatz aller elf westdeutschen Länder ein“, sagte Schork.
 

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag