„Angesichts der besonderen Bedeutung der Fachkräftesicherung für die Zukunftsfähigkeit Hessens begrüßt wir ausdrücklich, dass die Landesregierung auf Anregung des Ministerpräsidenten Bouffier die übergreifende ‚Fachkräftekommission Hessen‘ eingerichtet hat. Ihre Arbeit wird uns wertvolle Hinweise für Maßnahmen und Projekte zur langfristigen Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfes und damit der Innovationskraft Hessens geben. Ein andauernder Fachkräftemangel wirkt sich negativ auf alle Bereiche des Arbeitsmarktes aus und wirkt als Wachstumsbremse. Das müssen wir verhindern“, sagte der ausbildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Günther Schork, anlässlich der Einrichtung der ‚Fachkräftekommission Hessen‘, die sich aus Vertretern der Bundesagentur für Arbeit, der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer, der Wissenschaft und Forschung sowie weiteren anerkannten Fachleuten und Praktikern zusammensetzt.

Die Kommission solle zunächst eine Bestandsaufnahme durchführen, vorhandene Beschäftigungspotentiale aufzeigen sowie Handlungsvorschläge und Strategien zur Sicherung des hessischen Bedarfs an Fachkräften entwickeln. „In bestimmten Bereichen des Arbeitsmarktes wird die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften, sei es mit Ausbildung oder mit Studium, auf mittlere und lange Sicht nicht gedeckt werden können. Ursache hierfür ist in erster Linie das Ausscheiden von Fachkräften aus dem Arbeitsmarkt, insbesondere in technischen Berufen, sowie der fehlende Nachwuchs infolge des demographischen Wandels in Hessen. So rechnet das Statistische Landesamt mit einem Rückgang des Arbeitskräfteangebotes bis 2050 um 16 Prozent. Dafür müssen wir heute die Weichen stellen“, so Schork.

„Es wird eine Vielzahl von Maßnahmen notwendig sein, um ausreichend qualifizierte Fachkräfte in Hessen und Deutschland zu haben. Mögliche Konsequenzen können eine stärkere Auslastung der naturwissenschaftlichen Studiengänge, ein verändertes Zuwanderungsrecht oder auch die besseren Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse sein. Der wichtigste Teil der Lösung liegt aber in den Unternehmen und Betrieben selbst, zum Beispiel in der Zufriedenheit der vorhandenen Mitarbeiter oder in den Bereichen Ausbildung und Personalentwicklung, in die gezielt investiert werden muss. Hier müssen auch neue, mutige Modelle und Ansätze gefunden und ausprobiert werden, etwa zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Nur durch ein umfassendes Konzept kann die wirtschaftliche Stärke und Position unseres Landes dauerhaft gesichert werden“, sagte Schork abschließend.

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