• Mittelbau unverzichtbar für erfolgreiche Forschung und Lehre
  • HAWn im Forschungsbereich durch zusätzliche Mittel und Personal stärken
  • Landesregierung schafft gute Ausgangsbedingungen für Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaft in unserem Land

Wissenschaftsministerin Angela Dorn und die Präsidenten der hessischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWn) haben heute in Wiesbaden Grundsätze zur Beschäftigung des wissenschaftlichen Personals unterhalb der Professur unterzeichnet. Sie enthalten auch Eckpunkte, um gute Beschäftigungsverhältnisse für das wissenschaftliche Personal sicherzustellen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse an den HAWs zu verhindern. Der zuständige Sprecher der Fraktion und Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst, Andreas Hofmeister, erklärte hierzu:

„Der sogenannte Mittelbau an den Hochschulen, etwa die Absolventen, die im Rahmen ihrer Promotion wissenschaftlich arbeiten und Erfahrungen als Dozenten sammeln, ist unverzichtbar für eine erfolgreiche Forschung und Lehre. Häufig handelt es sich jedoch um projektgebundene und daher befristete Beschäftigungsverhältnisse, die zudem stark vom gewählten Forschungsbereich und der Drittmittelverfügbarkeit abhängig sind. Wenn wir jedoch gerade an den Hochschulen für angewandte Wissenschaft die Forschung und den Mittelbau stärken wollen, wie wir es auf Landesebene vereinbart haben, müssen sie gute Arbeitsbedingungen bieten und verlässliche Perspektiven eröffnen können.

Die heute unterzeichneten Grundsätze sind hierfür ein wichtiger Baustein. So müssen Qualifikationsstellen mindestens den Umfang einer halben Stelle haben, um ausreichend Zeit für das Erreichen des Ziels (beispielsweise einer Promotion) zu ermöglichen. Auch die Laufzeit der Verträge muss dafür realistisch ausgestaltet sein. Beschäftigungsverhältnisse unter einem Jahr sollen vermieden werden. Zudem verpflichten sich die HAWn, den Doktoranden weitergehende Weiterbildungsmöglichkeiten und Angebote zur Personalentwicklung anzubieten sowie Personalkonzepte für den Mittelbau, auch für die Phase nach der Promotion, zu entwickeln. Daueraufgaben sollen auch auf Grundlage von Dauerstellen wahrgenommen werden.

Auch wenn die Hochschulen die zuständigen Arbeitgeber sind, trägt die Landesregierung auf ihre Weise dazu bei, gute Arbeitsbedingungen für Universitäten und HAWn in unserem Land zu schaffen: So stehen 2019 rund 2,7 Milliarden Euro für Wissenschaft, Forschung und Lehre im Haushalt zur Verfügung. In diesem Jahr beträgt das Grundbudget der Hochschulen rund 1,7 Milliarden Euro. Wir entfristen 129 Planstellen für Professoren an den HAWn und werden in den kommenden Jahren 300 zusätzliche Professorenstellen an den Hochschulen schaffen. Schließlich verbessern wir die baulichen Rahmenbedingungen an den Hochschulstandorten mit dem Bauprogramm HEUREKA und dessen Fortsetzungen HEUREKA II und III kontinuierlich.

Die Mitarbeiter müssen sich darauf konzentrieren können, zu lehren, zu forschen und zu lernen. Denn der Erfolg einer Hochschule hängt nicht unwesentlich von ihrem Engagement ab. Daher ist es auch eine gute Gelegenheit, ihnen großen Dank für die vielfältige Arbeit zu sagen, die sie jeden Tag leisten.“

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Andreas Hofmeister

Vorsitzender Unterausschuss für Heimatvertriebene,
Sprecher im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst

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