Der bildungspolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer, wies die Forderung nach mehr Mitteln für die Schulen vehement zurück, weil die "CDU-geführte Landesregierung bereits heute so viel in die Schulen und Bildung" investiere wie "noch keine Regierung zuvor". Damit reagierte der Schulpolitiker auf eine Pressekonferenz der Landesschülervertretung, des Landeselternbeirates und des Hauptpersonalrates der Lehrerinnen und Lehrer.

"Die CDU-Landesregierung hat seit 1999 so viel Gelder in die Schulen investiert wie keine andere zuvor: Im Vergleich zu 1998 werden heute fast 600 Millionen Euro mehr für Bildung ausgegeben. Insgesamt sind das über drei Milliarden Euro zusätzlich", erläuterte Irmer. Der Ruf nach noch mehr Mitteln sei daher "nicht nachvollziehbar".

"Denn Fakt ist: Die Verbesserungen seit dem Ende der rot-grünen Regierungszeit in Hessen 1999 wirken breit und erfolgreich." Dies hätten die drei Organisationen heute auch dadurch zum Ausdruck gebracht, dass sie das Ziel der Verlässlichen Schule im Grundsatz unterstützten. Irmer kündigte an, dass das Land nach 2008 zur weiteren Qualitätsverbesserung 2.500 zusätzliche Stellen im Bereich der Schulen schaffen werde.

Eltern, Schüler und Lehrer begrüßten laut einer Umfrage der Hessenschau die Unterrichtsgarantie zu 73 Prozent, so Irmer. Die Landesregierung habe die Mittel für Vertretungsunterricht im Vergleich zu 1998 versiebenfacht. "Heute wird ein Schulkind, im Gegensatz zu früher, nicht mehr unerwartet nach Hause geschickt. Denn der Unterricht findet heute tatsächlich statt, weil externe Vertretungskräfte kurzfristigen Ausfall von Lehrern jetzt auffangen." Die Vertretungskräfte seien "durchweg pädagogisch und fachlich qualifiziert". Zudem kämen sie nur zu einem sehr geringen Anteil des Gesamtunterrichts zum Einsatz. "Die Diskussion um die Vertretungskräfte ist eine Geisterdiskussion", sagte Irmer.

Generell höhere Klassengrößen seien seit 1998 nicht gegeben, so Irmer. "Nach 1998 mussten wir erst einmal alles dafür tun, den massiven rot-grünen Unterrichtsausfall zu beseitigen. Seit 1999 haben wir 3.500 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen. In den nächsten Jahren wollen wir die Klassengröße senken", so der Bildungspolitiker.

Die Zahl der Ganztagsangebote werde sich im Vergleich zu 1998 im nächsten Schuljahr vervierfachen. Fast alle Grundschulen verfügten über Betreuungsangebote. "Hessen liegt damit an der Spitze der westdeutschen Flächenländer." Rot-Grün dagegen habe zuletzt kein einziges zusätzliches Angebot mehr genehmigt. "In den nächsten Jahren werden wir freiwillige Ganztagsangebote an allen Schulen ermöglichen", so Irmer.

Der Schulexperte bezeichnete die Einführung des achtjährigen Gymnasiums als notwendig, "um die Chancen hessischer Schüler bundesweit und international zu wahren. Fast alle anderen Länder haben es bereits. Wenn wir es nicht eingeführt hätten, würden wir unseren Schülern ein Jahr Zeit stehlen".
Diese Zahlen zeigen deutlich: die hessische CDU-Landesregierung und die CDU-Fraktion geben der Bildungspolitik erste Priorität. Diesen Weg werden wir fortsetzen", so Irmer abschließend.

 

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