Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Hans-Jürgen Irmer, korrigierte heute die Aussagen von SPD und Grünen, die "der Realität und den im vergangenen Schuljahr gemachten Erfahrungen diametral gegenüber stehen" und erklärte, dass die Verlässliche Schule ein "voller Erfolg" für Schüler, Lehrer und Eltern sei. "Die Fakten sprechen für die Verlässliche Schule, dank der Eltern, Schüler und Lehrer, die sich jetzt auf die im Stundenplan ausgewiesenen Stunden verlassen können."

"Die von SPD und Grünen immer wieder eingeforderte Vertretungsreserve ist Unfug. Sie könnte überhaupt nicht funktionieren, weil sie nicht flexibel genug ist. Das können aber die über 12.000 Vertretungskräfte, die seit dem Schuljahr 2006/07 im Rahmen der Verlässlichen Schule im Einsatz sind“, stellte Irmer klar. "Immerhin", so der CDU-Politiker, greife die SPD in ihrer heutigen Pressemitteilung nicht wie sonst "stillos" die "engagierten" und "qualifizierten" Vertretungskräfte an. Irmer drückte für Frau Habermann die Hoffnung aus: "Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung."

Der Schulexperte verwies auf die offensichtlichen Erfolge der Unterrichtsgarantie Plus, die Kultusministerin Wolff heute dargelegt habe: "Der Unterrichtsausfall bewegt sich im Promillebereich. Eltern können sich auf verlässliche Schulzeiten verlassen." Die insgesamt mit Reserven vorhandenen 15.000 engagierten externen Vertretungskräfte seien zu fast neunzig Prozent pädagogisch und fachlich qualifiziert. Zudem kämen sie zu "gerade mal 2,4 Prozent" gemessen am erteilten Gesamtunterricht zum Einsatz. Die Oppositionskritik an diesen Kräften sei eine "Geisterdiskussion". Das Konzept sei flexibel und funktioniere "hervorragend". SPD und Grüne versuchten durch das Aufzeigen von Anlaufschwierigkeiten und bedauerlichen Einzelfällen ein Bild zu stellen, das mit dem Gesamterfolg überhaupt nichts zu tun habe.
Die Realität sei nun mal eine andere. Irmer erinnerte daran, dass die Verlässliche Schule nach einer Umfrage des Hessischen Rundfunks von 73 Prozent aller befragten Eltern, Schüler und Lehrer begrüßt werde. Das Land habe die Mittel seit 1999 für Vertretungsunterricht von 5,7 Millionen Euro auf heute 42 Millionen Euro versiebenfacht. Im nächsten Jahr kämen zusätzliche 10 Millionen Euro hinzu. Diese Mittel seien bereits heute zu 70 Prozent auf das nächste Jahr übertragbar. Das führe zu einer hohen Akzeptanz bei den Schulen. Zu rot-grünen Regierungszeiten seien dagegen "weit über 100.000 Unterrichtsstunden jede Woche" ausgefallen. Angesichts dieser von SPD und Grünen zu verantwortenden Bildungsungerechtigkeit sei es nun nur verständlich, wenn "diese erkennen, dass sie mit ihrer Fundamentalopposition auf dem Holzweg sind". Seit 1999 habe die CDU dagegen 3.500 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen und mehr als drei Milliarden Euro zusätzlich in die Schulen investiert. Damit werde "heute so viel Fachunterricht" wie nie erteilt. Wenn die SPD diese Tatsache immer noch bestreite, liege sie "komplett falsch".
Die Unterrichtsgarantie Plus werde als Erfolgsmodell bereits von mehreren Ländern im In- und Ausland nachgefragt. "Ich sage voraus: Sie wird ein ähnlicher hessischer Exportschlager wie die Maßnahmen zur Deutschförderung oder die SchuB-Klassen für Hauptschüler."

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