Anlässlich des vom 22. bis 26. Juli in Berlin stattfindenden Weltlehrerkongresses sprach der schulpolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer, "allen Pädagogen in Hessen ein großes Dankeschön für ihre oft nicht leichte Arbeit" aus. "Sie leisten den Hauptteil zur Verwirklichung unseres gemeinsamen Ziels, die Qualität des Schulunterrichts im Sinne der Schüler und Eltern noch weiter zu verbessern." Dazu gehörten insbesondere die vielen Maßnahmen für förderbedürftige Schüler, wie die Deutsch-Vorlaufkurse vor der Einschulung oder die berufspraxisorientierten SchuB-Klassen für Hauptschüler. Bezugnehmend auf das Kongressmotto 'Educators – Joining together for quality education and social justice' stellte Irmer fest: "Mit unseren engagierten und gut ausgebildeten Lehrern stehen unsere Schulen heute weit besser dar als zu rot-grünen Zeiten vor 1999. Die Bildungsmöglichkeiten für unsere Schüler sind heute vielfältiger und gerechter."

Für die kommenden Jahre kündigte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende an: "Wir werden Lehrer und Schulleiter weiter entlasten. Wir wollen ihre Vorbildfunktion stärken und ihren Arbeitsalltag erleichtern." Dazu würden ab 2008 schrittweise weitere 2.500 Stellen im Bereich der Schulen geschaffen, den Schulleitern Verwaltungspersonal zur Seite gestellt, bessere Aufstiegsmöglichkeiten für Grund-, Haupt- und Realschullehrer geschaffen und die Schulleiterbesoldung verbessert sowie die disziplinarischen Kompetenzen der Lehrkräfte und Schulleitungen gestärkt, die Mittel für die Lehrerfortbildung erhöht und entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen für Schulleiterfunktionen garantiert.
Im Unterschied zur SPD werde die CDU-Politik die schulformbezogene Lehrerausbildung beibehalten, betonte Irmer. "Die SPD will die schulformbezogene Lehrerausbildung abschaffen und eine Einheitsschule für alle einführen. Das bedeutet: Ein Lehrer muss einen Gymnasiasten ebenso wie einen Förderschüler unterrichten. Das ist pädagogisch unverantwortlich. Guter Unterricht ist so nicht möglich, weder dem Lehrer, noch für den Förderschüler, noch für den Gymnasiasten. Die Pläne der SPD greifen die Professionalität unserer hessischen Lehrer an." Sie seien zugleich höchst unsozial, weil sie den Bedürfnissen keines Schülers entsprechen könnten. Die SPD wolle damit ein "Höchstmaß an Bildungsungerechtigkeit" schaffen und setze sich somit in einen Gegensatz zum Motto des diesjährigen Weltlehrertages.
Als Erfolge für mehr Bildungsqualität und Bildungsgerechtigkeit in Hessen nannte Irmer beispielhaft die seit 1999 zusätzlich geschaffenen 3.500 Lehrerstellen und die weit über 100.000 Unterrichtsstunden, die hessische Schüler heute jede Woche mehr erhielten im Vergleich zu 1998. Der Anteil der Hauptschulabgänger ohne Abschluss wurde von fast 23 Prozent im Schuljahr 1999/2000 auf 14,4 Prozent im Schuljahr 2005/2006 gesenkt. Der Anteil der Schüler, die wegen nicht ausreichender Sprachkenntnisse vom Unterricht zurückgestellt werden mussten, wurde von 4,7 Prozent im Schuljahr 2003/2004 auf 2,5 Prozent im laufenden Schuljahr vermindert.

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