„Die Ergebnisse des zweiten PISA-Bundesländervergleichs zeigen deutlich: Unsere Reformen mit dem Ziel mehr Bildungsqualität beginnen zu wirken. Hessens Schüler haben sich gegenüber der ersten PISA-Studie von 2000 verbessert. Wie schon 2000 zeigt sich zudem: Die beste Schulbildung gibt es in Ländern, in denen CDU oder CSU schon länger regieren. Und dort, wo die CDU erst seit kürzerer Zeit regiert, sind deutliche Verbesserungen erreicht worden“, sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Hans-Jürgen Irmer, zu den Ergebnissen der PISA II-Bundesländerver­gleichsstudie.

„In Hessen haben wir seit Beginn der CDU-Regierung 1999 entscheidende Schritte auf dem Weg zu mehr Bildungsqualität unternommen. Verstärkt mit dem 3. Qualitätssiche­rungsgesetz von 2004. Diese Reformen brauchen jedoch Zeit, bis sie greifen", so der Bildungsexperte. Zentrale Verbesserungen, wie die Deutsch-Förderung in den Vorlaufkursen, konnten zeitlich noch nicht von PISA II erfasst werden. Sie werden wie viele andere Reformen - wie beispielsweise die neue Lehrerausbildung, die zentralen Prüfungen in den Schulen oder die Verbesserungen der frühkindlichen Bildung durch den Bildungs- und Erziehungsplan sowie den Schul-TÜV – erst nach und nach sichtbar werden.
Irmer forderte SPD und Grüne auf, vom „alten ideologischen Schubladendenken Ab­stand zu nehmen“. „Der Ruf von Rot-Grün oder der GEW nach der Zwangseinheitsschule für alle ist und bleibt genau die falsche Folgerung aus PISA. Unsere Schulen brauchen keine ideologischen Debatten um die Schulstruktur. Die Vielfalt der Schulformen hat sich bewährt“, sagte Irmer. Die Ergebnisse der erfolgreichen unionsregierten Bundesländer seien der beste Beleg. Auch in Zukunft müsse die Qualität des Schulunterrichts weiter verbessert werden. „Wer wie Rot-Grün in Hessen jahrzehntelang hessische Bildungspolitik zum Gespött ganz Deutschlands gemacht hat, sollte sich heute mit Forderungen sehr zurückhalten. Zumal diese rot-grünen Forderungen nur wieder ein `Zurück in die Vergangenheit' bedeuten. Das kann niemand wirklich wollen, weder Schüler noch Lehrer noch Eltern.“
Gleiches gelte für den Bereich der Ganztagsschulformen. „Keine andere Partei als die CDU hat die Ganztagsangebote in Hessen so stark ausgebaut. Dabei setzen wir auf Freiwilligkeit, auf verschiedene Formen von Ganztagsangeboten und auf einen Ausbau nach Bedarf“, betonte der CDU-Politiker. Weder die rot-grüne Einheitsschule noch Zwangsganztagsschule seien bildungspolitische Allheilmittel. „Ganz im Gegenteil. Ge­rade die bei PISA international erfolgreichen Länder wie etwa Finnland, die von Rot-Grün gerne zur Unterstützung ihrer Forderungen herangezogen werden, legen in Wahrheit größten Wert auf individuelle und begabungsgerechte Leistungsorientierung. Die schulpolitische Wahrheit in diesen Ländern widerspricht also fundamental der rot/grünen Wahrnehmung davon. Es gibt kein skandinavisches Paradies“, sagte Irmer.
„Gerade Finnland und andere Nationen beweisen, dass Erfolg vor allem von Leistung kommt. In diesem Zusammenhang haben wir es geschafft, die Abhängigkeit der Schulleistungen von sozialen Faktoren zu reduzieren. Das freut mich besonders. Ent­scheidend ist und bleibt die möglichst frühzeitige Förderung der Kinder. Dafür steht unser bundesweit vorbildlicher Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von Geburt an bis zu zehn Jahren.“  
Im Übrigen stelle sich etwa in Finnland die Herausforderung der Integration von fremd­sprachigen Minderheiten als viel geringer als in Deutschland dar. Da fast alle Schüler in Finnland die Unterrichtssprache von Geburt an sprechen, besteht eben kein Sprach­problem wie oft in deutschen Schulen. Folglich sind auch die Bildungsergebnisse besser. Diese Tatsache wird von Rot/Grün gerne unterschlagen“, so Irmer. „Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir unser bundesweit beispielhaftes Modell der frühen Deutschförderung weiter ausbauen. Damit jedes Kind von Anfang an mitreden kann“, sagte Irmer, der abschließend das Fazit zog: „Viel getan, viel zu tun.“
 

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