Der Schulausschuss des Landtags hat in seiner heutigen Sitzung den Antrag der CDU-Fraktion befürwortet, den hessischen Lehrkräften und Sozialpädagogen die so genannte Vorgriffsstunde zurückzugeben. In der schriftlichen Anhörung des Ausschusses hätten "alle ernstzunehmenden Lehrerverbände" die Rückgabe der Vorgriffsstunde ausdrücklich begrüßt, sagte der bildungspolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer. Dies gelte insbesondere für die Auswahlmöglichkeit der Erstattungsform, in Geld oder Arbeitszeit. Bezeichnend sei, dass die SPD sich heute als einzige Fraktion nicht zu einer Zustimmung entschließen konnte.

Die Vorgriffsstunde war 1998 von SPD und Grünen als einseitige Mehrarbeit ausschließlich für Lehrer und Sozialpädagogen eingeführt worden, um nicht zusätzliche Stellen schaffen zu müssen.

 Allerdings habe die frühere rot-grüne Regierung den wöchentlichen Unterrichtsausfall von damals weit über 100.000 Unterrichtsstunden "nicht in den Griff bekommen. Und zwar trotz dieser einseitigen Mehrarbeit für eine bestimmte Berufsgruppe", erläuterte der Bildungspolitiker.
"Eine Rückgabe dieser Mehrarbeit war von Rot-Grün damals nicht vorgesehen", betonte Irmer. "Wir dagegen halten unser Wort und geben den Lehrern und Sozialpädagogen die Vorgriffsstunde in Geld oder Zeit zurück", erläuterte der Schulexperte. Darüber hinaus seien seit 1999 insgesamt 3.500 zusätzliche Lehrerstellen und 2.100 zusätzliche Referendarstellen geschaffen und damit der vorherige massive Unterrichtsausfall beseitigt worden.

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