Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Hans-Jürgen Irmer, hat die Pläne der SPD-Vorsitzenden Ypsilanti, die Einheitsschule flächendeckend einführen und das Landesabitur wieder abschaffen zu wollen als „verantwortungslos“ und „verheerend“ für die Schüler und Eltern in Hessen bezeichnet. „Frau Ypsilanti will alle bildungspolitischen Erfolge in Hessen wieder zurückdrehen. Mit dem Landesabitur haben wir nach der Einführung von einheitlichen Abschlüssen an Haupt- und Realschulen einen weiteren Schritt zu mehr Vergleichbarkeit getan. Das Zentralabitur ist erfolgreich angelaufen, der Notendurchschnitt hat sich weder nach unten noch nach oben verändert“, stellte Irmer klar.

Ypsilanti habe nicht begriffen, dass, wer auf der einen Seite Eigenverantwortlichkeit von Schule wolle, auf der anderen Seite die Vergleichbarkeit von Abschlüssen gewährleisten müsse. Sonst herrsche eine "tomisierung der Bildungslandschaft"
Ypsilantis Aussage, Unternehmen seien unzufrieden, nannte Irmer "schlicht falsch". Der CDU-Politiker korrigierte die SPD-Vorsitzende und verwies auf die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, die das Landesabitur als „den dritten Meilenstein beim Aufbau eines modernen Qualitätsmanagements im hessischen Schulsystem“ gelobt haben. "Diese Tatsachen sollte Frau Ypsilanti anerkennen. Und sie sollte aufhören, so zu tun, als sei ihr Schuldmodell keine Einheitsschule. Mit der CDU wird es die von ihr geplante Abschaffung von Gymnasien, Haupt- und Realschulen nicht geben. Die CDU steht für die Schulwahlfreiheit ein. Das bedeutet: gegliederte Angebote in Form von Haupt-, Real-, und Gymnasialschulen sowie Förderstufen ebenso wie integrierte Angebote." Die Kultusministerin habe wichtige Projekte "allesamt erfolgreich angepackt". Die Eltern könnten sich seit dem Schuljahr 2006/07 auf die Schulzeiten der Kinder "voll verlassen". Hierfür seien die Mittel auf 42 Millionen Euro versiebenfacht worden im Vergleich zum letzten rot-grünen Regierungsjahr. Darüber hinaus sei beispielsweise die Zahl der Hauptschulabgänger ohne Abschluss von fast 23 auf unter 14,5 Prozent reduziert worden, nannte Irmer Beispiele der erfolgreichen CDU-Bildungspolitik.

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