• Hessen hat Digitalisierung als Chance begriffen
  • Standort Darmstadt ist Digitalstadt
  • innovationstreibende Firmen sind in Hessen

Der Arbeitskreis „Digitales und Datenschutz“ hat gemeinsam mit der Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus im Rahmen einer Sommerbereisung treibende Innovations- und Forschungseinrichtungen der Digitalisierung in Südhessen besucht. Außerdem haben sich die Damen und Herren Abgeordneten in einer Gesprächsrunde mit Experten unterschiedlicher Fachgebiete der TU-Darmstadt über das Thema „Künstliche Intelligenz“ (KI) austauschen können. Nach Abschluss der Bereisung sagte der zuständige Sprecher der CDU-Fraktion, Hartmut Honka:

„Hessen hat die Digitalisierung als Chance begriffen und ist Vorreiter in der Republik. Doch darauf wollen wir uns nicht ausruhen, sondern die Chancen und Potenziale in Hessen weiter ausbauen und nutzen. Das Beispiel der Digitalstadt Darmstadt zeigt: Forschung, Sachkenntnis, Expertenwissen und innovationstreibende Firmen sind in Hessen zu Hause. Digitalisierung in unterschiedlichsten Bereichen und Themenfeldern umfasst ein weites Spektrum – und um Chancen nutzen zu können, braucht es die richtigen Rahmenbedingungen.

Dass Hessen bereits heute in wichtigen Zukunftsbereichen zu den führenden Ländern zählt, wurde insbesondere im Rahmen des Besuchs am Europäischen
Satellitenkontrollzentrum ESA/ESOC
deutlich. Seit mehr als 50 Jahren ist das Satellitenkontrollzentrum nicht nur Hessens, sondern Europas Zugang zum All. Die Aktivitäten des ESOC sind sehr prägend für die Wissenschaftsstadt Darmstadt, für sie ist das ESA-Zentrum als ‚Tor zum Weltraum‘ auch international ein großer Werbefaktor und wegen der engen Verflechtung zur Industrie bedeutsam.
Die Region rund um Darmstadt ist auf die Informationstechnologie spezialisiert wie kaum eine andere. Darüber leistet die ESA mit dem Centrum für Satellitennavigation Hessen (cesah) einen ungemeinen Beitrag zur Gründer-Szene in Hessen. Das cesah ist ein Kompetenz-, Informations-, und Gründerzentrum für Satellitennavigation und wird vom Land Hessen, der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie namhaften Industrie- und Forschungseinrichtungen getragen.
Vor Ort standen u.a. Zentrumsleiter, Dr. Rolf Densing und der Leiter des ESA Programm Weltraumsicherheit, Dr. Holger Krag, für einen intensiven Austausch und Nachfragen zur Verfügung. Wir freuen uns, dass spontan auch Generaldirektor der ESA, Johann-Dietrich Wörner, für einen persönlichen Gedankenaustausch zur Verfügung stand. Anschließend gab Michael Schmidt, Leiter für Fortschrittliche Missionskonzepte, einen Rundgang durch das Satellitenkontrollzentrum.

Die Merck KGaA in Darmstadt ist international eines der führenden Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Bis heute hat das Unternehmen, dessen Geschichte vor über 300 Jahren in Darmstadt begann, an diesem starken Standort seinen Hauptsitz und den mit Abstand größten Forschungs- und Produktionsstandort. Über die Bedeutung des Standortes für Wirtschaft, Forschung und Entwicklung konnten sich die Teilnehmer der Sommerbereisung mit einem Vertreter des Unternehmens vor Ort austauschen.

Eine herausragende Stellung, insbesondere für den Forschungsbereich, nimmt auch die AI.DA (Artificial Intelligence at TU Darmstadt) Initiative der Technischen Universität Darmstadt ein. Die am Fachbereich Informatik angesiedelte Initiative vereint Expertinnen und Experten unterschiedlicher Forschungsbereiche auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI). Die Forschung zu KI an der TU Darmstadt ist international exzellent und zeichnet sich durch eine hohe Interdisziplinarität auf, um das Potenzial der KI breit und optimal zu entfalten und dem hohen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stellenwert gerecht zu werden. Prof. Dr. Oskar von Stryk, Experte auf dem Gebiet der Robotik, gab zunächst einen einführenden Vortrag. Anschließend konnten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerbereisung in einer offenen Gesprächsrunde mit Expertinnen und Experten unterschiedlicher Forschungsbereiche austauschen:

Prof. Dr. Carsten Binnig - Systems of AI, Data Management; Prof. Dr. Iryna Gurevych - Natural Language Processing; Prof. Dr. Frank Jäkel - Computational Models of Human Cognition; Prof. Dr. Mira Mezini (Vizepräsidentin für Forschung und Innovation) - Software Engineering; Prof. Dr. Constantin Rothkopf (Direktor des Cognitive Science Centers) – Computational Models of Human Perception.

In der offenen Gesprächsrunde haben sich die Damen und Herren Abgeordneten und die wissenschaftlichen Experten vor Ort intensiv u.a. darüber austauschen können, wie der Nutzen von KI als Wachstums-, Effizienz-, und Innovationstreiber in Hessen vorangebracht werden kann, welche ethischen Fragen und Verantwortlichkeiten KI mit sich bringt, wie wichtig die richtigen Rahmenbedingungen für exzellente Forschung am Standort sind und welchen Herausforderungen wir uns stellen müssen. Neben anderen Universitäten und Bundesländern konkurrieren vor allem wirtschaftlich führende Unternehmen um die klügsten Köpfe auf diesem Gebiet. Natürlich möchten wir in diesem Wettbewerb die Attraktivität des Digitalstandortes Hessen behalten und weiter ausbauen. Dafür haben wir bereits im Koalitionsvertrag die richtigen Weichen gestellt.“

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hartmut.honka

Hartmut Honka

Vorsitzender Unterausschuss Justizvollzug,
Sprecher im Ausschuss für Digitales und Datenschutz

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