• Fundierte Konzepte und bundesweit unerreichte Personalausstattung in Schulen
  • Hessische Lehrerversorgung von 105 Prozent im Landesdurchschnitt ist im Ländervergleich nach wie vor ohne Beispiel
  • Alleine im laufenden Haushaltsjahr 2017 wurden 1.700 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen
  • Lehrerversorgung an hessischen Grundschulen umfasst – bei bislang lediglich 100 unbesetzten von 11.500 Lehrerstellen – 122 Prozent solide ausfinanzierte und 121 Prozent tatsächlich besetzte Stellen

Anlässlich der heutigen Plenardebatte zum Schuljahresbeginn 2017/18 erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Armin Schwarz:

„Durch die gezielte Schwerpunktsetzung auf den Bildungssektor und eine auch im Haushaltsjahr 2017 fortgesetzte Investitionsoffensive hat die Landesregierung einmal mehr die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die hessischen Schulen unter herausragenden Bedingungen in das neue Schuljahr starten können und allen hessischen Landeskindern die bestmöglichen Bildungs- und Zukunftschancen zuteilwerden. Alleine im laufenden Haushaltsjahr 2017 hat die CDU-geführte Landesregierung 1.700 zusätzliche Stellen geschaffen und zum wiederholten Mal in Folge dafür gesorgt, dass die Zahl der Lehrerstellen, die Zahl der wöchentlich erteilten Unterrichtsstunden und die Schüler-Lehrer-Relation bessere Werte als je zuvor in der Geschichte unseres Bundeslandes erzielen.

Auch im bundesweiten Vergleich steht Hessen bei den Bildungsinvestitionen und der Lehrerversorgung unangefochten an der Spitze: So nimmt Hessen in der relativen Entwicklung der Bildungsausgaben der öffentlichen Hand für Schulen in den letzten 15 Jahren mit einem Zuwachs von 67,6 Prozent den Spitzenplatz aller 16 Bundesländer ein. Auch die seit Beginn der Legislaturperiode trotz zwischenzeitlich steigender Schülerzahlen aufrechterhaltene Lehrerversorgung von 105 Prozent im Landesdurchschnitt ist in den deutschen Bundesländern nach wie vor ohne Beispiel und belegt die erfolgreichen Anstrengungen in Hessen zur Gewährleistung eines optimalen und zukunftsfähigen Bildungsangebotes.

Die weitsichtige und vorausschauende Politik der hessischen Landesregierung, die als einzige in Deutschland eine Lehrerversorgung von 105 Prozent erreicht und dauerhaft institutionalisiert hat, bewährt sich demgegenüber gerade auch angesichts zahlreicher gesellschaftlicher Herausforderungen. Die Flüchtlingssituation, die Umsetzung der inklusiven Beschulung oder der Ausbau der Ganztagsangebote sind Entwicklungen und Problemstellungen, die alle 16 Bundesländer gleichermaßen betreffen – und in keinem Land mit größerer Entschlossenheit und einer besseren Erfolgsbilanz angepackt werden als in Hessen. In Nordrhein-Westfalen hat die rot-grüne Landesregierung als letzte Hinterlassenschaft ihres bildungspolitischen Steinbruchs dafür gesorgt, dass von 5.407 offenen Stellen 2.139 nicht besetzt werden konnten. Auch in Niedersachsen konnten von mehr als 600 Stellen an Grund-, Haupt- und Realschulen bis zum Schuljahresbeginn nur zwei Drittel besetzt werden, so dass Gymnasiallehrer ohne vorherige Weiterbildung zwangsweise abgeordnet wurden.

Zahlreiche andere Bundesländer greifen auf Quereinsteiger ohne entsprechende pädagogische Qualifikationen oder auf in der DDR ausgebildete Lehrkräfte zurück. In Hessen dagegen konnten von 11.500 Lehrerstellen an den Grundschulen lediglich 100, und damit weniger als ein Prozent, zeitweilig nicht besetzt werden – dies im Übrigen auch an jener Schulform, deren Stellenzuweisung im Landesdurchschnitt einschließlich aller Zuschläge für Sozialindex, Ganztagsangebote oder Sprachförderung sogar bei 122 Prozent liegt. Während in den meisten anderen Bundesländern folglich noch nicht einmal eine Lehrerversorgung von 100 Prozent erreicht wird und Unterrichtsausfälle dort an der Tagesordnung sind, vermag die Opposition in Hessen zum Schuljahresbeginn gerade einmal eine Diskrepanz zwischen 122 Prozent solide aus finanzierter und 121 Prozent tatsächlich besetzter und von ausschließlich qualifizierten Kräften übernommener Stellen zu kritisieren.

Auch über das Jahr 2017 hinaus hat die Landesregierung mit einem dreistufigen Maßnahmenplan konzeptionell vorgesorgt, um auf die steigenden Schülerzahlen zu reagieren: Die unverbindliche Anfrage an kurz vor ihrer Pensionierung stehende oder nicht länger als zwei Jahre im Ruhestand weilende Lehrkräfte zur freiwilligen Verlängerung ihrer Lehrtätigkeit dient dabei der möglichst kurzfristigen Deckung des zusätzlichen Bedarfs. Darüber hinaus wird examinierten Gymnasial-, Haupt- und Realschullehrkräften, die bislang aufgrund eines Überangebotes an diesen Schulformen noch kein Einstellungsangebot erhalten haben, eine Weiterqualifizierung zum Unterricht an Grund- und Förderschulen bei verbindlicher Zusage einer Übernahme ermöglicht. Durch die Erhöhung der Ausbildungskapazitäten für das Lehramt an Grund- und Förderschulen um 50 Prozent, also 315 Plätze, wird überdies in Zusammenarbeit mit den Hochschulen auch langfristig die Deckung des Bedarfs sichergestellt. Dank fundierter, langfristiger Konzepte und einer bundesweit unerreichten Personal- und Ressourcenausstattung nimmt Hessen daher eine führende Rolle bei der Bewältigung der Vielzahl der alle Bundesländer gleichermaßen betreffenden Herausforderungen ein.“

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Armin Schwarz

Bildungspolitischer Sprecher

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