• Ungleiche Bezahlung für gleiche Tätigkeit ist diskriminierend und muss beseitigt werden

  • Hessisches Gleichberechtigungsgesetz stärkt Frauen in der öffentlichen Verwaltung und leistet wichtigen Beitrag zur konsequenten Frauenförderung in Hessen

  • Arbeitsgemeinschaft Trialog befasst sich mit Qualifikation von Frauen, Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und dem Wiedereinstieg nach Berufspausen

Anlässlich des 10. Equal-Pay-Days 2017 erklärte die frauenpolitische Sprecherin der CDU Fraktion im Hessischen Landtag, Claudia Ravensburg:

„Frauen holen bei der Bezahlung leicht auf. Der unbereinigte Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern ist auf 21 Prozent gesunken, ist aber immer noch zu hoch. Deshalb ist eines unserer wichtigsten frauenpolitischen Handlungsziele, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. In diesem Sinne sorgen wir insbesondere mit dem ‚Pakt für den Nachmittag‘ auch in der Grundschule für eine qualitativ hochwertige Betreuungssicherheit von 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr.

Ein weiteres wichtiges Instrument im Hinblick auf gleiche Verwirklichungschancen für Frauen und Männer auf allen beruflichen Ebenen ist in Hessen die Arbeitsgemeinschaft Trialog, die sich mit der Qualifikation von Frauen, Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder dem Wiedereinstieg nach Berufspausen befasst. Auf diese Weise können wichtige Impulse für die regionalen Akteure gesetzt werden, damit das Motto der diesjährigen Equal-Pay—Day-Kampagne ‚Endlich partnerschaftlich durchstarten‘ auch schnellstmöglich realisiert wird.

Darüber hinaus setzt die Hessische Landesregierung mit dem Hessischen Gleichberechtigungsgesetz, welches im Januar 2016 in Kraft getreten ist, einen Schwerpunkt, damit Gleichberechtigung auch tatsächlich in der Lebenswirklichkeit der Menschen ankommt. Schließlich unterbrechen oder reduzieren familienbedingt immer noch häufiger Frauen als Männer ihre Erwerbstätigkeit. Hinzu kommt, dass Frauen vermehrt einen geschlechtstypischen Beruf ausüben, der oftmals gering bezahlt und wenig geschätzt wird. Ferner fehlen in allen Branchen – trotz gleichem oder sogar besserem Ausbildungsniveau – häufig Frauen in gut dotierten Führungspositionen. Mit dem Hessischen Gleichberechtigungsgesetz setzen wir genau dort an und stärken Frauen in der öffentlichen Verwaltung und leisten so einen wichtigen Beitrag zur konsequenten Frauenförderung in Hessen. Das Gesetz ist wegweisend für den Aufstieg von Frauen in Führungspositionen und die Vereinbarkeit von Familienaufgaben und Karriere. Außerdem hat das Land einen Lohnatlas initiiert, der mehr Transparenz schafft.“

Hintergrundinformationen:

Der Equal-Pay-Day, der internationale Aktionstag für die Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, macht auf die bestehenden Entgeltunterschiede zwischen den Geschlechtern aufmerksam. Im Jahre 2008 wurde der Equal-Pay-Day, der inzwischen in über 20 europäischen Ländern stattfindet, auf Initiative der Business and Professional Women (BPW) Germany erstmals in Deutschland durchgeführt. Er wird nun das 10 Jahr infolge an dem Tag begangen, bis zu dem Frauen statistisch betrachtet über das Jahresende hinaus arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu gelangen – umgerechnet sind das 77 Tage, die Frauen auch noch im Jahr 2017 umsonst arbeiten. Das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern ist also noch lange nicht erreicht.

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Claudia Ravensburg

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Mitglied des Ältestenrats des Hessischen Landtags

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