• Sicherung einer guten Pflegeversorgung eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen Aufgaben

  • Fundierte Ausbildungsplanung in den Pflegeberufen unerlässlich

  • Größere Wertschätzung und ein neuer Blick auf den Pflegeberuf notwendig

Anlässlich der heutigen Plenardebatte zur Sicherung von Fachkräften in der Altenpflege erklärte die seniorenpolitische Sprecherin der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Irmgard Klaff-Isselmann:

„Der demografische Wandel betrifft die Pflege in doppelter Weise. So steigt mit der Alterung der Bevölkerung auch die Nachfrage nach professioneller Pflege und lässt zugleich das Arbeitskräftepotenzial sinken, aus dem der Bedarf nach Pflegefachkräften gedeckt werden kann. Um eine gute Versorgung pflegebedürftiger Menschen zu gewährleisten, ist daher eine fundierte Ausbildungsplanung in den Pflegeberufen unerlässlich.

Hessen verfügt mit dem hessischen Pflegemonitor über ein wissenschaftliches Steuerungsinstrument für die Ausbildungsplanung. Dieser enthält wichtige Informationen zur aktuellen Arbeitsmarktlage und zum zukünftigen Bedarf an Pflegekräften. Eine vorausschauende Entwicklung des Pflegekräfteangebots und ein frühzeitiges Erkennen veränderter Anforderungen an Qualifizierung und Beschäftigung werden dadurch möglich. Die Daten zeigen, dass die Nachfrage nach Pflegekräften in allen Versorgungssektoren und insbesondere in der Altenpflege schneller steigt, als
das Angebot bei Absolventen und vermittelbaren Arbeitslosen trotz der weiter gestiegenen Anstrengungen im Ausbildungsbereich mithalten kann.

Die Hessische Landesregierung setzt sich bereits seit Jahren nachhaltig für eine positive Entwicklung der Ausbildungszahlen in den Altenpflegeberufen ein. So werden beispielsweise den staatlich anerkannten Altenpflegeschulen die Kosten für die Durchführung der Ausbildung erstattet. Darüber hinaus unterstützt die Landesregierung zahlreiche Projekte, um für den Pflegeberuf zu werben und die auch zum Ziel haben, das Bild dieses Berufs und die Wertschätzung der Arbeit zu verbessern. Vor diesem Hintergrund wurde beispielsweise die Gemeinschaftsinitiative ‚Jobs mit Zukunft – Gesundheit und Pflege: Hessische Gesundheitscamps‘ zur Fachkräftesicherung im Wandel der Arbeitswelt der Hessischen Landesregierung, der Bundesagentur für Arbeit (RD Hessen) und Provadis ins Leben gerufen. Die Gesundheitscamps zeigen, wie vielfältig Berufe in Medizin, Pharmazie, Pflege – insbesondere auch in der Altenpflege – oder im Gesundheitsbereich sind. Auf diese Weise wird die Wirtschaft beim Finden künftiger Fachkräfte im Rahmen der nachhaltigen Fachkräftesicherung Hessens durch die vertiefte Berufsorientierung in den Bereichen Pflege und Gesundheit in den hessischen Regionen durch praxisorientierte Berufsfelderkundung aktiv unterstützt und die Regionen gestärkt. Infolgedessen konnten in den vergangenen Jahren die Ausbildungszahlen in den Pflegeberufen, insbesondere in der Altenpflege und der Altenpflegehilfe, erheblich gesteigert werden.

In Hessen sind wir darüber hinaus früh angetreten, die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu verbessern. In der bisher bundesweit einmaligen Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege bekennen sich bereits etwa 134 Unternehmen und Organisationen zu einer pflegesensiblen Personalpolitik. Dies ist ein starkes Zeichen nachhaltiger Fachkräftesicherung in den Unternehmen.

Mit der Förderung der Hessischen Fachstelle für Wohnberatung bei der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Hessen Nord e.V. durch die Landesregierung erhalten Bürgerinnen und Bürger des Weiteren Informationen zum altersgerechten Wohnen, zur Anpassung von Wohnraum an ihre Bedürfnisse und zu Fördermöglichkeiten. Damit soll weitgehend dem Wunsch vieler älterer Menschen entsprochen werden, solange wie möglich in den eigenen vier Wänden verbleiben zu können. Dies ist dank gelebter Solidarität in unseren Familien und dank des großen Einsatzes unserer Pflegekräfte auch möglich.“

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