• Klare Einkommensverbesserung für die 45.000 Mitarbeiter und Angestellten: Acht Prozent mehr in den nächsten 33 Monaten
    +CDU und GRÜNE streben an, Ergebnis auf Beamte zu übertragen
  • Innovatives Nachwuchspaket, weitere Verbesserungen für Hochqualifizierte und bundesweit einmaliges LandesTicket Hessen

Anlässlich der Vorstellung der Tarifeinigung des Landes Hessen mit den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes erklärte der innenpolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion Alexander Bauer:

„Heute ist ein sehr guter Tag für Hessens Landesbedienstete. Das Ergebnis bedeutet eine Einkommensverbesserung für die Tarifbeschäftigten von acht Prozent in den nächsten 33 Monaten. Darauf haben sich Innenminister Peter Beuth und die Gewerkschaften in den Tarifverhandlungen in Dietzenbach geeinigt. Demnach bekommen die rund 45.000 Mitarbeiter des Landes rückwirkend zum 1. März 2019 3,2 Prozent mehr Gehalt. Ab dem 1. Februar 2020 erhöhen sich die Bezüge nochmals um 3,2 Prozent und ab dem 1. Januar um weitere 1,4 Prozent. CDU und GRÜNE streben an, die Tarifverhandlungsergebnisse auf die Beamtenbesoldung übertragen.

Gerade Auszubildende und Praktikanten profitieren sehr von der heutigen Einigung. Das Nachwuchspaket umfasst eine Entgelderhöhung von 120 Euro in zwei Schritten (jeweils 60 Euro), einen Tag mehr Urlaub, die Verlängerung der Regelungen für eine Übernahme der Auszubildenden und eine Kinderzulage in Höhe von 100 Euro für jedes Kind, ab dem dritten Kind sind es sogar 150 Euro. Hochqualifizierte wie IT-Kräfte und Ingenieure werden künftig deutlich besser eingruppiert als zuvor.

Auch Forstbeschäftigte und Beschäftigte im Außendienst können sehr zufrieden sein. Die Einigung umfasst höhere pauschale Entschädigungen für Fahrten auf Waldwegen, höhere Erschwerniszulagen und im Rahmen eines Pilotprojektes werden den Forstbeschäftigten statt einer Entschädigung jetzt probeweise Motorsägen zur Verfügung gestellt.“

Hintergrundinformationen Hessen-Tarif:

Für die Beschäftigten des Landes Hessen waren die Föderalismusreform und die Möglichkeiten der Länder eigene Regelungen zu treffen von Vorteil. Der Hessentarif enthält insgesamt rund 150 landesspezifische Besonderheiten: Statt wie die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) den kinderbezogenen Zuschlag für Neubeschäftigte zu streichen, hat das Land Hessen unter Führung der CDU mit den Gewerkschaften die Einführung einer Kinderzulage vereinbart. Nur in Hessen erhalten die Beschäftigten daher pro Kind und Monat eine Zulage von 100 Euro und ab dem dritten Kind sogar von über 150 Euro. Und das gilt jetzt auch für die Auszubildenden. Und durch das Landesticket können die hessischen Beschäftigten den Öffentlichen Personennahverkehr in ganz Hessen mit umfangreichen Mitnahmeregelungen kostenlos nutzen.

Auch ist gegenüber den anderen Ländern die Stufenlaufzeit besonders familienfreundlich ausgestaltet. Zur Veranschaulichung der zahlreichen hessischen Vorzüge gegenüber den TdL-Mitgliedsländern sind zudem folgende tarifliche Regelungen als Beispiele anzuführen: die stufengleiche Höhergruppierung, die unbürokratische Regelung der Erschwerniszulage für die Beschäftigten der Straßen- und Verkehrsverwaltung im Außendienst, das bundesweit höchste Entgelt für Praktikanten in wichtigen sozialen Bereichen wie zum Beispiel bei den Sozialarbeitern oder der Freizeitausgleich für Inhaber von Ehrenamts- oder Jugendleiter-Karten.

CDU und GRÜNE haben im Koalitionsvertrag vereinbart, mit der Tarifgemeinschaft der Länder das Gespräch darüber aufzunehmen, ob und wie das Land Hessen unter Beibehaltung der Vorteile des TV-H in die TdL zurückkehren kann.

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Alexander Bauer

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Innenpolitischer Sprecher

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