• Hohe Qualität der Kinderbetreuung wird auch in Zukunft sichergestellt
  • Vor dem Hintergrund der geweckten Erwartungen sind die angekündigten Summen des Qualitätsentwicklungsgesetzes des Bundes nicht ausreichend
  • Mit vielfältigen Maßnahmen wird dem Erziehermangel entgegengewirkt

Anlässlich der heutigen Plenardebatte betreffend Erzieherinnen und Erzieher verdienen Wertschätzung und Anerkennung erklärte die familienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Claudia Ravensburg:

„Hochwertige Bildungs- und Betreuungsangebote sind für das Aufwachsen unserer Kinder von großer Bedeutung. Den Erzieherinnen und Erziehern sowie den Kräften in der Kindertagespflege gebührt für ihre wertvolle Arbeit gesellschaftliche Anerkennung, Dank und Respekt. Sie sind diejenigen, die den Kindern als erste nach dem Elternhaus Fähigkeiten und Fertigkeiten für ihren weiteren Lebensweg vermitteln.

Mit dem neuen Gesetz zur sechsstündigen Beitragsfreistellung für den Besuch des Kindergartens haben wir parallel auch in die Qualität der Kinderbetreuung investiert. Wir erhöhen sukzessive die Qualitätspauschale für die Arbeit nach dem Bildungs- und Erziehungsplan (BEP-Pauschale) auf 300 Euro im Jahr 2020. Dafür stehen im Doppelhaushalt 2018/2019 rund 50 Millionen Euro bereit und ab 2020 investieren wir jährlich weitere 50 Millionen Euro. Auf diese Weise gewährleisten wir Familien und ihren Kinder weiterhin eine verlässliche und hochwertige Betreuung.

Außerdem werden Fachberatungen, die Kitas nach dem BEP oder Schwerpunkt-Kitas beraten, ebenfalls vom Land gefördert und nochmals erhöht. Darüber hinaus wird erstmals auch eine BEP-Pauschale für die Kindertagespflege eingeführt.

Was das Qualitätsentwicklungsgesetz anbelangt, so will der Bund die Länder und Kommunen beim Ausbau des Angebots und bei der Steigerung der Qualität von Kinderbetreuungseinrichtungen sowie zusätzlich bei der Entlastung von Eltern bei den Beiträgen bis hin zur Beitragsfreiheit unterstützen und dafür jährlich laufende Mittel zur Verfügung stellen: 2019 eine halbe Milliarde Euro, in 2020 eine Milliarde Euro und in 2021 zwei Milliarden Euro. Dazu lässt sich festhalten, dass das an die Länder zu verteilende angekündigte Mittelvolumen – vor dem Hintergrund der geweckten Erwartungen – nicht ausreichend ist.

Der Bedarf an Fachpersonal wird auch in der Zukunft weiter steigen. Die Landesregierung unternimmt bereits vielfältige Maßnahmen, um die Sicherung des Fachkräftebedarfs in Kindertageseinrichtungen zu decken. Die Kapazitäten der Erzieherfachschulen wurden in den letzten Jahren massiv ausgebaut. Im Schuljahr 2016/17 befanden sich 8.594 Schülerinnen und Schüler in der Ausbildung und damit mehr als doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Positiv zu werten ist zudem, dass der Anteil der Männer in der Erzieherausbildung kontinuierlich ansteigt.

Außerdem wurde Anfang des Jahres eine Arbeitsgruppe des Landesjugendhilfeausschusses gegründet, die sich ausschließlich mit der Thematik ‚Fachkräftegewinnung‘ beschäftigt. Denn nur mit gut ausgebildeten und motivierten Fachkräften ist eine gute Bildung, Erziehung und Betreuung in den Kindertagesstätten und der Tagespflege umzusetzen.“

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Claudia Ravensburg

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