Als „unsinnigen Vorschlag“ einer vom Verfassungsschutz beobachteten Partei bezeichnete der CDU-Innenpolitiker, Holger Bellino, den Gesetzentwurf der Linken für ein Gesetz zur Änderung der Hessischen Gemeinde- und Landkreisordnung, die Altersgrenze für das aktive Kommunalwahlrecht von derzeit achtzehn auf künftig sechzehn Jahre zu senken. „Es ist nicht erkennbar und von den Linken sachlich überhaupt nicht begründet, warum das Kommunalwahlrecht mit geringeren Anforderungen ausgestattet sein soll als das Landtags- und Bundestagswahlrecht. Die Linken verkennen, dass es kein privilegiertes Wahlrecht für Kommunalwahlen gibt. In unserem Rechtsstaat und nach unserem demokratischen Verständnis sind alle Wähler gleich, unabhängig davon, ob es sich um eine Kommunal-, Landtags-, Bundestags- oder Europawahl handelt.

Die zu beobachtende Wahlverdrossenheit hat nichts mit dem Wahlalter zu tun und wird auch durch eine Absenkung des Wahlalters nicht gelöst" erklärte Bellino. Insofern solle der Landtag, wie 1999 mit den Stimmen von CDU, FDP und SPD, das Ansinnen ablehnen und gemeinsam mit den Kommunen die bereits bestehenden Teilhabemöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen ausbauen, so Bellino abschließend.
 

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