Als "peinliches Ablenkungsmanöver von der eigenen fehlenden Verfassungstreue" bezeichnete der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Holger Bellino, den Antrag der Linken betreffend Studie und Maßnahmen gegen Jugendgewalt. "Der Kampf gegen Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus, Rechts- und Linksextremismus wird von der hessischen Landesregierung seit Jahren und auf allen Ebenen mit aller Konsequenz politisch und gesellschaftlich geführt. Die Forderung der Linken nach einer zusätzlichen Studie zur Gewalt insbesondere im rechtsextremistischen Bereich ist völlig überflüssig. Die angesprochene Studie des Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen führt in den Kernaussagen zu keinen neuen Erkenntnissen.

In Hessen gibt es bereits das 'beratungsNetzwerk Hessen - Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus'. Dieses sieht Rechtsextremismus nicht als ein reines Jugendphänomen, sondern als ein gesamtgesellschaftliches Problem auf verschiedensten Ebenen (Jugendarbeit, Schulen, Vereine, Kommunen). Durch diese Koordinierungsstelle wird derzeit eine ausführliche Auswertung der Beratungsfälle vorbereitet, die einen sehr genauen Einblick in das Phänomen Rechtsextremismus in Hessen ermöglicht", erläuterte Bellino.
"Auch ein Verbot der NPD verhindert keine rechtsextremistische Gewalt. Im Übrigen gehen große Gefahren aus dem Bereich des Rechtsextremismus gerade von unorganisierten Neonazis oder sogenannten Kameradschaften aus, die nicht einmal von einem NPD-Verbotsverfahren umfasst würden. Als Beleg für die jahrelangen erfolgreichen Bemühungen im Kampf gegen Rechtsextremismus ist in Hessen entgegen dem Bundestrend, die Zahl der Gewaltdelikte im Bereich der politisch motivierten Kriminalität - Rechtsextremismus  - zurückgegangen. Die Zahl der rechtsextremistisch motivierten Straftaten in Hessen konnte in den letzten neun Jahren aufgrund des konsequenten Handelns der Hessischen Landesregierung von 1.359 (Jahr 1999) auf 766 (Jahr 2008) zurückgedrängt werden. Das ist ein Rückgang von über 43 Prozent! In den Jahren 2005 und 2007 war Hessen sogar das Bundesland mit der niedrigsten Belastung in diesem Bereich", sagte Bellino.
"Die Hessische Landesregierung habe viele erfolgreiche Projekte wie zum Beispiel 'Wölfe im Schafspelz', 'IKARus' und das neu gegründete 'Kompetenzzentrum Rechtsextremismus' im Kampf gegen Rechtsextremismus gestartet, deren Früchte Hessen als sicheres Bundesland bei stetig sinkenden Zahlen von rechtsextremistischen Gewalttaten erntet", so Bellino.

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