Der CDU-Landtagsabgeordnete Hugo Klein ist empört über die „falsche und verdrehte Darstellung“ des Ablaufs der gestrigen Wahl der Landtagsvizepräsidenten in Wiesbaden durch die SPD-Abgeordnete Petra Fuhrmann in den heutigen Ausgaben der Wetzlarer Neuen Zeitung und der Gelnhäuser Neuen Zeitung. Dort hatte sie behauptet, dem SPD-Abgeordneten Lothar Quanz sei der Titel eines ersten Stellvertreters des Landtagspräsidenten „genommen“ worden. Er sei jetzt „einfacher Abgeordneter“ und diese Entscheidung hätte ihn „den Dienstwagen gekostet“.

Quanz sei gestern mit allen Stimmen der CDU zum Vizepräsidenten des Landtags gewählt worden, stellte Klein richtig. Er kritisierte aber das Abstimmungsverhalten von SPD und Grünen bei der Wahl des Vizepräsidenten der CDU, Frank Lortz, scharf. „Es ist ein Bruch des bisher üblichen demokratischen Stils, dass der hoch angesehene und anerkannte langjährige CDU-Abgeordnete Frank Lortz von SPD und Grünen nicht mit gewählt wurde. Gleichwohl hat sich die CDU fair verhalten und im Anschluss für die von SPD und Grünen vorgeschlagenen Kandidaten für das Amt der Vizepräsidenten, Lothar Quanz und Sarah Sorge, einstimmig votiert, entgegen dem Verhalten der Opposition", betonte Klein. Er zeigte sich überrascht, dass die SPD, die noch tags zuvor signalisiert hatte, Frank Lortz zu großen Teilen zu wählen, dies nicht getan habe. Klein verwies in diesem Zusammenhang abschließend auf die Geschäftsordnung des Landtags, nach der es keine Rangordnung der Vizepräsidenten gäbe, sondern nur die Anzahl der Vizepräsidenten durch den Landtag festgelegt werde. „Ich bin irritiert, dass sich Frau Fuhrmann über den Dienstwagen von Herrn Quanz Gedanken macht. Herr Quanz hat doch als Landtagsvizepräsident weiterhin Zugriff auf den Dienstwagenpool der Vizepräsidenten“, sagte der CDU-Politiker abschließend.
 

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag