Der für Berufsausbildung zuständige Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Hugo Klein, hat heute im Rahmen der Landtagsdebatte Vorwürfe der SPD zurückgewiesen, die Ausbildungssituation in Hessen sei problematisch: „Gute schulische Ausbildung, die individuelle Stärken fördert, und ein starker und robuster Arbeitsmarkt sind die Schlüssel für eine geringe Arbeitslosigkeit – gerade bei den Jugendlichen – in Hessen. Die Landesregierung unternimmt hier große Anstrengungen, um jedem Jugendlichen einen Ausbildungsplatz und somit eine berufliche Perspektive zu eröffnen. Die Zahlen belegen, dass wir hier die richtigen Instrumente geschaffen haben, um auch bei schwierigen Ausbildungssituation wirkungsvoll unterstützen zu können.“ Die Regierungsfraktionen von CDU und GRÜNEN hatten hierzu einen eigenen Antrag eingebracht.

Der CDU-Politiker erinnerte daran, dass die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen (bis unter 25 Jahre) in Hessen seit 1999 um rund 26,4 Prozent zurückgegangen sei. Dies sei sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass die Zahl der Schulabgänger ohne schulischen Abschluss unter CDU-Regierungsverantwortung massiv auf 2,2 Prozent sank. Klein erläuterte in diesem Zusammenhang: „Zum Stichtag 30. September 2013 waren 1.452 junge Menschen ohne Ausbildungsplatz oder Alternative; dem standen aber noch über 2.030 unbesetzte Lehrstellen gegenüber. Das zeigt, dass der hessische Ausbildungsmarkt noch Kapazitäten hat.“ Auf das letzte Ausbildungsjahr bezogen habe die Jugendarbeitslosigkeit in Hessen im Durchschnitt bei 5,9 Prozent gelegen und damit unter dem Durchschnitt der westdeutschen Länder mit 6,2 Prozent.

Um die Ausbildungssituation zu verbessern, führe das Land zudem zahlreiche Programme, etwa zur Vermeidung eines Ausbildungsabbruches, durch. Klein erläuterte hierzu: „Im Rahmen der landesweiten Strategie zur ‚Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule - Beruf (OloV)‘ sind verbindliche Qualitätsstandards in den Bereichen „Berufsorientierung“ mit Förderung der Ausbildungsreife, ‚Akquise von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen‘ sowie bei ‚Beratung, Matching und Vermittlung‘ definiert worden. Aufgrund dieser Standards werden heute diese Themenfelder auf lokaler Ebene in ganz Hessen für die jeweilige Region verbindlich und koordiniert bearbeitet. Als Ergänzung hierzu wird seit 2009 das Modellprojekt ‚Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb (QuABB)‘ mit dem Ziel durchgeführt, durch enge Begleitung abbruchgefährdeter Jugendlicher die Zahl der Ausbildungsabbrüche in Hessen zu senken.“ Als nächstes werde die Ausbildungssituation bei Kleinstunternehmen verstärkt in den Blick genommen. Auch befasse sich eine Arbeitsgruppe des Bildungsgipfels mit der Reform des Übergangssystems.

„Wir wollen, dass jedes Kind und jeder Jugendliche individuell optimal gefördert und gefordert wird, damit er seine Begabungen und Talente ausleben und für die Gesellschaft einbringen kann. Ausbildungsangebote und Bewerber müssen zusammenpassen. Hier sind Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik in der Pflicht, weiter an Verbesserungen zu arbeiten, denn jeder junge Mensch ohne Arbeit oder Ausbildung ist einer zu viel. Die SPD sollte aber nicht so tun, als hätten wir es hier mit einem massenhaften Missstand zu tun, gegen den wir nichts unternehmen würden. Genau das Gegenteil ist der Fall – wir haben schon viel erreicht und arbeiten weiter intensiv daran, mit der Wirtschaft und den Sozialpartnern für jeden jungen Menschen eine passgenaue Lösung anzubieten“, so Klein.

 

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Hugo Klein

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