• Erste Tranche von 400 Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte steht hessischen Grundschulen seit 1. Februar 2018 zur Verfügung
  • Fast zwei Dritteln der hessischen Grundschulen wird entweder eine halbe oder ganze Stelle direkt zugewiesen
  • Schaffung der Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte ist auch Entlastung für Kommunen

Anlässlich der heutigen Erklärung des Hessischen Kultusministers zur Umsetzung der im Doppelhaushalt 2018/19 geschaffenen 700 Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte an hessischen Schulen erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Armin Schwarz:

„Mit einer beeindruckenden Investitionsoffensive hat die CDU-Fraktion im Hessischen Landtag im kürzlich verabschiedeten Doppelhaushaltes 2018/19 dafür gesorgt, dass in diesem Jahr insgesamt 700 Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte an den Schulen zur Entlastung der Lehrkräfte von erzieherischen Aufgaben geschaffen werden. Seit dem 1. Februar stellt das Hessische Kultusministerium nun in einer ersten Tranche 400 Stellen für die von den Herausforderungen der Sprachförderung von Ausländern oder der Kompensation erzieherischer Defizite besonders betroffenen Grundschulen zur Verfügung; in einer zweiten Tranche werden mit Beginn des neuen Schuljahres zum 1. August auch die weiterführenden Schulen mit 300 Stellen von dieser Maßnahme profitieren.

Wenngleich insbesondere die Eltern schulpflichtiger Kinder auch in Zukunft nicht aus ihrer erzieherischen Verantwortung entlassen werden dürfen, sind vor dem Hintergrund vielfältiger gesellschaftlicher Entwicklungen entsprechende Angebote zur Unterstützung der in einem stetigen Wandel begriffenen pädagogischen und erzieherischen Aufgaben der Lehrkräfte an den Schulen in zunehmendem Maße unerlässlich. Mit der Schaffung von 700 Stellen wendet das Hessische Kultusministerium insgesamt 54 Millionen Euro für diese wichtige Entlastung der Lehrkräfte auf. Mit der Maßnahme erfahren insbesondere auch die Schulträger einmal mehr eine freiwillige Entlastung durch das Land: Obwohl die originäre Zuständigkeit den Kommunen als den Trägern der öffentlichen und freien Jugendhilfe obliegt, leistet das Land Hessen durch die Übernahme der Kosten für die 700 Stellen einen maßgeblichen Beitrag zur Bewältigung der sozialpädagogischen Aufgaben und Herausforderungen an den Schulen.

Bei der Umsetzung dieser wichtigen und nachhaltigen Entlastung für die Lehrkräfte an den hessischen Schulen wird eine kriteriengeleitete Verteilung der Stellen eine an den besonderen Problemlagen vor Ort orientierte Zuweisung sicherstellen. Aufgrund der unterschiedlichen Bedarfskriterien bekommen in der ersten Tranche insgesamt 682 und damit fast zwei Drittel aller hessischen Grundschulen entweder eine halbe oder eine ganze Stelle direkt zugewiesen. Die Schulen können dabei auf Fachkräfte unterschiedlicher beruflicher Qualifikationen wie Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Erzieher und andere pädagogische Fachkräfte zurückgreifen, die bedarfsgerecht für Fördermaßnahmen im und außerhalb des Unterrichtes sowie zur Unterstützung der Lehrkräfte eingesetzt werden können.

Darüber hinaus können auch weiterhin bis zur Hälfte der freien Lehrerstellen, die über die hundertprozentige Grundunterrichtsversorgung hinausgehen und die gesamten Zuweisungen aus dem Sozialindex für die Einstellung von sozialpädagogischen Kräften verwendet werden. Das Land Hessen reagiert somit nachhaltig und wirkungsvoll auf die neuen Herausforderungen und Aufgaben, denen die Lehrkräfte an den hessischen Schulen gegenüberstehen.“

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Armin Schwarz

Bildungspolitischer Sprecher

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